Twitter sperrt dschihadistische Accounts nach Mord-Attacke in Hurgahada und meine Recherche zur Strategie hinter Online-Terroristen.

Kurz nach der Attacke im ägypthischen Hurgahada, mehrere Touristen wurden verletzt und zwei niedersächsische Frauen am Strand ihres Hotels ermordert, sind mir in der Timeline von Twitter unter dem hashtag #Hurgahada mehrere Accounts aufgefallen, die das Hashtag mit dschihadistischen Nachrichten und Hyperlinks auf einschlägige, den islamistischen Terror verherrlichende Videos, spamten.

So war es kaum noch möglich, für Betroffene, Verwandte, Freunde und Interessierte unter dem Hashtag wichtige Informationen zur Lage in Ägypthen übersichtlich zu bekommen.

Ein paar Accounts dieser Online-Dschihadisten hatte ich bei Twitter gemeldet, was mir am Freitag, 14.7.17 durch twitter bestätigt wurde.

Die Accounts sind nun gesperrt.

Strategie hinter Online-Terroristen

Ich fürchte allerdings und das ist ein Erfahrungswert durch eine gewisse netzaffinität meinerseits, dass weitere dschihadistische Accounts wie Pilze aus dem Boden spriesen. Und, ein Umstand der mir auch aufgefallen ist, diese Accounts wechseln ständig die Strategie, u.A. werden ihre Videos in verschiedenen Clouds veröffentlicht und der Hyperlink daraufhin mit einer Nachricht, häufig mit Bild dazu gepostet. Auch ändert man die Länge, also die Zeitdauer der Videos. Es ändert sich also häufig der Link und die Grundstruktur des Materials, was eine automatisierte Spam-Erkennung in sozialen Netzwerken wie u.A. Twitter erschweren dürfte. Meist erscheint zu den dschihadistischen Posts ein Bild in arabischer Sprache, aber auch die Bilder werden in Form, Größe und Aussehen ständig, fast im Sekundentakt geändert. Das streßt.

Mit einer Religion, wie der Islam eine ist, also der Glaube an Allah und seinen Propheten Mohammed – die in fast allen Staaten, wie viele weitere Religionen durch die freie Religionsausübung geschützt ist, hat das nichts nichts mehr zun: Es ist Angst setzender Terror und dagegen muss man sich wehren.

Fühlt euch daher ermutigt ebenso dschihadistische Accounts, wo auch immer ihr sie findet, den Plattform-Betreibern zu melden, achtet dabei aber darauf euch nicht zu sehr zu exponieren. Und nicht immer wirken diese Meldungen. Dennoch ist es nicht vergebens, wie ich es erleben konnte. Es dauert allerdings zu lange – also der Zeitraum zwischen Meldung bis Sperrung ist meines Erachtens zu lange. Hier bedarf es mehr und zügeren Einsatz bei den Plattform-Betreibern.

Mit tiefer Verbundenheit, den Angehörigen und Freunden der in Ägypthen getöteten Deutschen – Mein herzliches Beileid.

Den Verletzen gute Besserung hinsichtlich ihres physischen und psychischen Leid.

Ulrich Eberhardt
Göttingen/Niedersachsen

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