GDL distanziert sich von allen Veröffentlichungsinhalten des Jürgen Elsässer

"Der_Streik"_von_Robert_Koehler

Symbolbild: „The Strike in the region of Charleroi“ von Robert Koehler (Öl auf Leinwand)

Via Facebook habe ich vom neuerlichen Griff ins Klo  des Jürgen Elsässer erfahren, diesmal gegenüber der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). In der Rede des Jürgen Elsässer in der Nähe des Bundeskanzler(innen)amt am geschichtsträchtigen Tag des 9. November wird die GDL mit rechtsradikalen, gewalttätigen Holigans gleichgesetzt.

Die GDL distanziert sich „ausdrücklich von ALLEN Veröffentlichungsinhalten des Jürgen Elsässer“, da sie diese für politisch unvertretbar halten.

Vollzitat GDL auf Facebook:

„PUTIN – PROPAGANDIST JÜRGEN ELSÄSSER VERGLEICHT DIE GDL MIT PRÜGELNDEN HOGESA – NAZIS!

Heute Morgen teilte uns ein GDL – Mitglied mit, dass ein uns zuvor noch unbekannter Publizist namens Jürgen Elsässer eine verrückte Rede am Berliner Bundeskanzleramt hielt (09.11.2014). Teil der wirren Gedankenbilder war z.B. die Herabsetzung der GDL auf das Niveau von Nazi – Hooligans. Das also dürfte nun der vermutliche Höhepunkt der traurigen Hetze gegen unsere Gewerkschaft gewesen sein. Arbeitnehmer sind nicht irgendwelche Minderheiten, die eine ganze Gesellschaft in Geiselhaft nehmen wollen, Herr Elsässer. Es sind Leute, die innerhalb sehr ungleicher Machtverhältnisse innerhalb der Erwersarbeit ihre Grundrechte wahrnehmen. Danke! Stefan.
Hinweis: Wir distanzieren uns ausdrücklich von ALLEN Veröffentlichungsinhalten des Jürgen Elsässer, da wir sie für politisch unvertretbar halten.“

Zur Erinnerung, dass Streikrecht ist in Deutschland gesetzlich nicht verankert. Die Grundfeste der Versammlungsfreiheit ist allerdings gesetzlich geregelt und so lange verschwörungstheoretische Wahnwichtel diese Freiheit nutzen, wird es wohl auch den Gewerkschaften möglich sein gegen belegbare Ungerechtigkeiten zu streiken und sich dafür auch zu versammeln. Zudem ergibt sich aus der Koalitions- und Vereinsfreiheit, die im Grundgesetz festgelegt ist, ein Streikrecht. Und das geht so in Artikel 9 Absatz 3:

Das Recht, zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen Vereinigungen zu bilden, ist für jedermann und für alle Berufe gewährleistet. Abreden, die dieses Recht einschränken oder zu behindern suchen, sind nichtig, hierauf gerichtete Maßnahmen sind rechtswidrig. Maßnahmen nach den Artikeln 12a, 35 Abs. 2 und 3, Artikel 87a Abs. 4 und Artikel 91 dürfen sich nicht gegen Arbeitskämpfe richten, die zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen von Vereinigungen im Sinne des Satzes 1 geführt werden.

Rechtswidrig. Aber erkläre das mal glühenden Antisemiten…

Hyperlinks:

https://www.facebook.com/GDLDE/posts/1574835189412374

https://www.youtube.com/watch?v=3pE4FLdo1qo

http://de.wikipedia.org/wiki/9._November#Politik_und_Weltgeschehen

Bildquelle:

http://de.wikipedia.org/wiki/Streik#mediaviewer/File:%22Der_Streik%22_von_Robert_Koehler.jpg

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