Persönliche Erklärung in der Causa „Explosionsschutz Generator AKW Grohnde“!

Moin,

eigentlich ein Hilferuf! (Update gegen 14 Uhr am 16. Juni 2014 im Text fett markiert)

Am 14. Juni veröffentlichte das Umweltministerium eine Pressemeldung und sieht sich dort nur noch als „Atomaufsicht“ hinsichtlich AKW Grohnde. Diese Argumentation sticht nicht. Dem habe ich heute Nacht nochmals, neben dem Redebeitrag am 14. Juni auf der Demo und wie bei einem Treffen mit dem Umweltminister Wenzel, widersprochen. Da es auf meine Nachricht diese Nacht auf verschiedenen Mailinglisten bezgl. „Bei der Generatorkühlung kommt Wasserstoff zum Einsatz“ Feedback gab und mir gegenüber mehrfach Zweifel angemeldet wurden, als auch Fragen nach der Quelle auftauchten, folgende persönliche Erklärung inkl. zwei Fragen:

Bitte aufmerksam lesen, Hyperlinks folgen.

Meine eigentliche Recherche-Quelle nenne ich nicht, dass ging aus der Pressekonferenz am Schiff hervor und wer das ist, ist in der PM auf der AAI-Goe Seite angedeutet. [1]

Aber die Info, an der Zweifel aus „vielen Gründen“ anmeldetet werden, ist wie alle bisher von mir veröffentlichten Infos im Netz aus offiziellen Quellen, nämlich dass bei der Generatorkühlung in Kernkraftwerken Wasserstoff zum Einsatz kommt. Diese Info stammt aus der (noch) im Netz verfügbaren Kerntechnischen Regelung zum Explosionsschutz in Kernkraftwerken mit Leichtwasserreaktoren [2].

Dort heißt es auf Seite 2, ich zitiere:
„(5) Anlass zu Überlegungen hinsichtlich des Explosionsschutzes in Kernkraftwerken geben alle Stoffe, die explosionsfähige Atmosphäre oder sonstige explosionsfähige Gemische bilden können, soweit diese Stoffe in das Kernkraftwerksgelände eingebracht werden oder eindringen können oder im Kernkraftwerksgelände entstehen können.
Von diesen Stoffen werden in dieser Regel zum Beispiel behandelt: Wasserstoff für die Generatorkühlung[…]“

Update 14 Uhr am 16.6.2104 (Danke für die Unterstützung/Zuspielen der Infos!).
Zitat:
„Die Sattdampf-Hochdruckturbine und die drei Niederdruckturbinen, welche wie auf den Schemata erkennbar, mechanisch miteinander gekuppelt sind, treiben über eine weitere Kupplung den mit Wasserstoff gekühlten Generator mit einer Drehzahl von 1500 Umdrehungen pro Minute an.“
Quelle: http://www.vde.com/de/Regionalorganisation/Bezirksvereine/Kassel/Berichte/2011/seiten/kernkraftgrohnde-3.aspx

Zitat:
„Im Leistungsbereich von 250 MW bis 450 MW erfolgt die Kühlung meistens mittels Wasserstoff, dessen große spezifische Wärmekapazität gegenüber Luft eine wirksamere Kühlung ermöglicht.
Bei den derzeit leistungsstärksten Turbogeneratoren bis zu 1.800 MW erfolgt die Kühlung in Kombination mit Wasserstoff und Reinwasser. Zur gezielten Wärmeabfuhr werden die Wicklungen des Turbogenerators mit Hohlleitern ausgeführt und von den jeweiligen Kühlmedien durchströmt.“
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Turbogenerator#K.C3.BChlung

Um das umfangreich zu erklären, braucht es Zeit und Kenntnisse (Studium der Physik). Es lässt sich aber mündlich, ggf. in einem Vortag mit Folien erklären. Nur die Zeit haben wir nicht. Siemensianer hatten da auch mal ihre Zweifel dran was in ihren Anlagen vorgeht, heute nicht mehr…

Die staatliche Gewerbeaufsicht ist ansprechbar, wenn das UMW seinen Pflichten nicht nachkommt und mit Blick auf deren PM vom 14.6.2014 sich nur noch als „Atomaufsicht“ hinsichtlich AKW Grohnde gibt – sie ist nun mal auch Umweltschutzbehörde. Das wurde in einem Radiobeitrag auch auf Radio-Aktiv gesagt [3] (leider verschleierte der Sender meinen Namen aus rechtlichen Bedenken), auch das es darüber hinaus Ansprechpartner gibt, diese sind aber Bestandteil der Justizbehörden was der zeit, weil man den konstruktiven Weg mit dem UMW gewählt hat, noch kein gangbarer Weg ist.

Aber zwei Gegenfragen:
1. Wisst ihr was zum Schaden am Generator im AKW Grohnde geführt hat?

2. Und wisst ihr was Vattenfall 2007 hinsichtlich einer Wasserstoffexplosion machte?

zu 1. Das erste weiß (nicht glauben) ich auch nicht und werde es auch nichts behaupten solange das nicht belegt ist. Und ich dachte wir wollten wissen was zum Generatordefekt führte. Und da wir es nicht mitgeteilt bekommen, trotz der Forderung von PETER DICKEL die von den Gruppen unterstützt wird, stehe ich hier (allein?), nun, ich kann nicht anders.

zu 2. Das zweite deckte IPPNW seinerzeit auf [4] [5].

Es wäre also hilfreich und solidarisch, wenn es Gruppen und Einzelpersonen ernst ist das Ding mit allen zur Verfügung stehen Mitteln vom Netz zu lassen, das mensch

A. Entweder meine Behauptungen, auf die ich bestehe, widerlegt oder
B. überzeugt davon was behauptet wird (und die angeführten Nachweise genügen) und darauf anspringt. Das Umweltministerium tut das ja leider nicht, obwohl ihr gegenüber bei einem Treffen mündlich deren Verantwortungsbereich deutlich gemacht wurde und erklärt was Sache zum Thema Explosionsschutz im nicht-kerntechnischen Bereich ist.

Mit solidarischen Grüßen und der Bitte ENDLICH SILLLEGEN!
Uli Eberhardt

P.S.: Um die Frage ob das AKW Grohnde ein Leichtwasserreaktor ist vorweg zu nehmen: Ja, Seite 20 [6].

[1] http://anti-atom-initiative-goettingen.de/3-2-1-meins-gebrauchter-generator-im-akw-grohnde/
[2] http://www.kta-gs.de/d/regeln/2100/2103.pdf
[3] http://listen.radio-aktiv.de/beitraghoeren.php?id=16146
[4] https://www.nadir.org/nadir/initiativ/sand/SAND-Dateien/AKW_Brunsbuettel_2007.html
[5] http://www.ippnw.de/presse/presse-2007/artikel/e07efaea74/wasserstoff-explosionen-oeffentlich.html
[6] http://www.eon.com/content/dam/eon-com/de/downloads/k/KWG_Endbericht_Langversion.pdf

kuehllturm2

Uli e., 16. Juni 2014

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