Pressemeldung (?) der „Linksjugend [’solid] Göttingen“ | „Antwort auf Uli Eberhardts Verleumdungen“

Im folgenden die Pressemeldung(?) von Donnerstag, 20. März 2014 um 22:31 Uhr der Gruppe „Linksjugend [’solid] Göttingen“ inkl. deren Logo dokumentiert. Fand sich auf der Mailingliste http://www.schoener-leben-goettingen.de/ mit nicht wenigen Abonennt*innen. Wer es nicht weiß, Uli Eberhardt ist mein Name.

Pressemeldung(?) lesen:

linksjugend_goe

Liebe Menschen,

angesichts einer monatelangen Verleumdungskampagne, die Uli Eberhardt (DIE LINKE) gegen unsere Basisorganisation öffentlich und auf [schöner-leben] betreibt, sehen wir uns gezwungen seinen Denunziationen eine Antwort zu spendieren.

1) Uli Eberhardt bezeichnet die Linksjugend [’solid] Göttingen dauerhaft als „SAV-Jugend“

Wir erklären: Unsere Göttinger Basisgruppe wurde am 24. April 2013 von 5 jungen Mitgliedern der Partei DIE LINKE gegründet. Eines dieser Gründungsmitglieder ist seit Jahren auch Mitglied der Sozialistische Alternative (SAV), einer bundesweit agierenden marxistischen Organisation in der Tradition des Trotzkismus. Dieses Mitglied ist seit Herbst 2014 offizieller Gruppensprecher der Linksjugend [’solid] Göttingen.

Doppelmitgliedschaften sind in der Linksjugend [’solid] ausdrücklich erlaubt. De facto sind sie sogar wünschenswert, weil sie unseren pluralistischen Charakter unterstreichen. Linksjugend [’solid] steht ausnahmslos allen Linken offen, die sich als sozialistisch, antifaschistisch, basisdemokratisch und feministisch verstehen. So besteht unsere Basisgruppe aus einem buntem Mix aus internationalen SozialistInnen, KommunistInnen, AnarchistInnen, Antinationalen und Leuten, die sich garnicht erst irgendwelchen Kategorien unterordnen wollen.

Wenn nun ein Basismitglied der LINKEN, Uli Eberhardt, den auf seiner eigenen Parteifahne stehenden Pluralismus nicht verstehen kann/will, so finden wir das sehr bedauerlich. Noch bedauerlicher finden wir es, dass überhaupt ein Mitglied der Partei DIE LINKE die eigene Jugendorganisation dermaßen denunzieren muss. Mit seiner Behauptung, wir seien nicht mehr die Linksjugend [’solid], sondern die SAV-Jugend, spricht er faktisch allen Mitgliedern unserer Basisgruppe die Fähigkeit zum eigenständigen Denken ab. Das weisen wir aufs schärfste zurück!

Des Weiteren mag Uli Eberhardt die SprecherInnenposition der Linksjugend [’solid] Göttingen über alle Maße überbewerten wenn er ernsthaft glaubt, dass unsere Gruppe von der SAV „fremdgesteuert“ würde, weil ausgerechnet unser Gruppensprecher auch Mitglied der SAV ist. Wir handeln nach dem Konsensprinzip und nicht danach, was GruppensprecherInnen vermeintlich befehligen würden. Dies würde auch nicht unseren basisdemokratischen Strukturen entsprechen. Unsere GruppensprecherInnen sind keine Chefs oder Bosse, sondern Personen die sich freiwillig um die ganze bürokratische Kackscheiße kümmern, die eigentlich niemand machen will. Wir behandeln uns gleichberechtigt, solidarisch und freundschaftlich – so wie alle Menschen behandelt werden wollen.

2) Uli Eberhardt behauptet, er sei Opfer von Mobbing

Wir erklären: Hoffentlich nicht! Mobbing lehnen wir als undemokratische, unsolidarische & antiemanzipatorische und allgemein unpolitische Methode entschieden ab. Es ist menschliche & satzungsgemäße Pflicht aller Mitglieder der Partei DIE LINKE und Linksjugend [’solid], sämtlichen Formen des Mobbing unverzüglich und entschieden entgegenzutreten.

Gleichzeitig stellen wir fest, dass Uli Eberhardt selbst eine seit Monaten andauernde öffentliche Hetzkampagne gegen unliebsame GenossInnen betreibt. Das betrifft vorallem die Mitglieder der LINKEN und Linksjugend [’solid], die auch offiziell in der SAV aktiv sind. Diese hätten in der LINKEN und der Linksjugend [’solid] nichts verloren und sollten nach seiner persönlichen Ansicht ausgeschlossen werden. Wir ersparen uns hier eine Gegenargumentation, weil wir glauben, dass allen UserInnen der [schöner-leben]-Liste a) die völlige Absurdität dessen ohnehin einleuchtet und b) es euch bestimmt ziemlich egal ist, was für individuelle persönliche Befindlichkeiten in der LINKEN ausgetragen werden. Wir möchten aber dennoch einen bildlichen Vergleich dazu abgeben: Das ist genauso absurd, wie wenn ein Mitglied der DKP etwa behaupten würde, dass Mitglieder der VVN-BdA nichts in der DKP oder der SDAJ zu suchen hätten.

Seine Hetzkampagne geht soweit, dass Uli Eberhardt inzwischen Facebook- und Twitteraccounts erstellt hat, auf denen er regelmäßig gegen uns, also die vermeintliche “SAV-Jugend”, gegen unseren Gruppensprecher als böses SAV-Mitglied und schließlich die echte Göttinger SAV bzw. deren (uns auch bekannte) Einzelmitglieder regelmäßige Verleumdungen begeht. Des Weiteren betreibt Uli Eberhardt einen neu erstellten Internetblog, auf dem er mit der Veröffentlichung von persönlichen Daten (Namen, Adressen, Telefonnummern, Mailadressen, Social Media Accounts uvm.) von “SAV-Kadern” und allen Personen, denen er willkürlich auch nur Nähe zur SAV unterstellt, droht. Mit solchen Einschüchterungsversuchen sollen kritisch-denkende Linke mundtot gemacht werden. Wir fragen uns, ob Uli Eberhardt seinen Antifaschismus überhaupt so ernst meinen kann, wenn er mit öffentlichen Outings von anderen AntifaschistInnen droht. Outings von eigenen GenossInnen sind ein absolutes No-Go und gelten zu Recht als absolut verpöhnt, völlig egal in welchen Strukturen man/frau organisiert ist.

Im eigenen Interesse von Uli Eberhardt, sein Image zu bewahren und weiterhin linke Politik in Göttingen und überregional betreiben zu können, raten wir ihm dringlichst von seiner Kampagne und besonders der angedrohten Outing-Aktion ab. Denn sowas machen eigentlich nur Faschisten, Nazis, Burschis, Reaktionäre und ganz allgemeine Linken-Hasser.

3) Uli Eberhardt und die “Morddrohung an ein Mitglied der Linksjugend [’solid] Göttingen”

In einer Nachricht vom 14.02.2014 an den [schöner-leben]-Verteiler schreibt Uli Eberhardt: “Regional ist scheint die Linke. grad „under attack“, man hat aber offensichtlich den Eispickel wiederentdeckt um Nazitürsteher-Sehenden Trotzkisten [5] nicht gänzlich ungeschützt zu begegnen.”

Mit der Fußnote [5] verweist er anschließend auf seine oben beschriebene Verleumdungs-Facebook-Seite. Der Duktus “Nazitürsteher-Sehenden Trotzkisten” bezieht sich ebenfalls auf unseren Gruppensprecher, der, wie bereits erwähnt, auch Mitglied der trotzkistischen SAV ist und angeblich eine Pressemitteilung im Namen der Linksjugend [’solid] Göttingen vom 22.11.2013 (“Stilbrvch: Neonazi als Türsteher?”) im Alleingang in die Welt gesetzt haben soll. Diese Behauptung ist ganz ausdrücklich falsch. Die PM der Linksjugend [’solid] Göttingen entpuppte sich jedoch tatsächlich als fatale Fehleinschätzung unsererseits, die wir schnellstens wieder öffentlich revidierten und die uns noch heute unangenehm im Gedächtnis haftet.

Nun denn. Leo Trotzki wurde von Ramón Mercader alias Frank Jacson, einem stalinistischen Agenten, mit einem hinterrücks in Trotzkis Kopf gerammten Eispickel ermordet. Wenn Uli Eberhardt nun schreibt, dass man den Eispickel gegen Nazitürsteher-Sehende Trotzkisten wiederentdeckt habe, so ist das nicht nur eine geschmacklose und indirekte Gewaltandrohung (im historischen Kontext mit Todesfolge) gegen ein Mitglied unserer Basisgruppe, sondern auch eine komplette Verharmlosung aller Opfer des stalinistischen Terrors, die zu hunderttausenden verfolgt, inhaftiert, gefoltert und brutal ermordet wurden. Dieses dunkelste Kapital der ArbeiterInnenbewegung sollte insbesondere von einem sich selbst als “links” und “antifaschistisch” schimpfenden Menschen nicht verharmlost werden.

So wie alle politischen Ideologien kann selbstverständlich auch der Trotzkismus kritisiert werden, vorrausgesetzt, die Kritik erfolgt sachlich und mit politisch-inhaltlichen Argumenten. Dies hat Uli Eberhardt zu keinem uns bekannten Zeitpunkt getan. Stattdessen beschränkt er sich auf oberflächliche, persönliche & vollkommen unpolitische Beinpinkeleien und parteiinternen Konflikten, mit denen er die [schöner-leben]-Liste und allgemein die Öffentlichkeit beschäftigen muss.

Das bedauern wir sehr, finden es aber auch lästig. Denn anstelle unserer politischen Arbeit nachgehen zu können, müssen wir uns als Linksjugend [’solid] für ein Basismitglied der LINKEN und dessen absurdes Verhalten auf [schöner-leben] rechtfertigen. Das nervt, und zwar tierisch!

Da machen wir lieber interessante Bündnisarbeit im Rahmen der Blockupy Kampagne 2014 oder dem diesjährigen 1. Mai-Bündnis. Und zwar gemeinsam mit interessanten Leuten wie zum Beispiel der GJ, SDAJ, A.L.I., Redical M – oder eben auch der SAV – gegen unser aller Hauptfeind: die neoliberale Hegemonie.

Mit solidarischen Grüßen
die Mitglieder der Linksjugend [’solid] Göttingen am 20. März 2014

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Linksjugend [’solid] Göttingen
sozialistisch. antifaschistisch. basisdemokratisch. feministisch.
http://www.solidgoettingen.wordpress.com
http://www.facebook.com/solidgoettingen
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