Die LINKE. NDS fordert Modellprojekt Cannabis

und Druckräume mit hygienischen Bedingungen für Abhängige harter Drogen und ihrer Anbindung an Betreuungsangebote

Telefonisch vom Landesparteitag die LINKE. Niedersachsen via dem Antragsteller Jost Reimar Leßmann (KV Die LINKE. Göttingen) des Antrag ‚Drogenkonsum entkriminalisieren‘ gilt nach mehrheitlicher Abstimmung (bis auf redaktionelle Bearbeitung) folgender Wortlaut:

Die Legalisierung von weichen Drogen wie Cannabis, auf Landesebene bedeutet das als ersten Schritt ein Modellprojekt, dass die Abgabe von Cannabis an Erwachsene erforscht, wie es Schleswig-Holstein 1997 beantragt hat und das damals nur am Veto des CSU Bundesgesundheitsministers gescheitert ist.

Legalisierung von weichen Drogen wie Cannabis. Entkriminalisierung von Drogengebrauch, Druckräume mit hygienischen Bedingungen für Abhängige harter Drogen und ihrer Anbindung an Betreuungsangebote.

Die Verwendung der (finanziellen[sic?]) Mittel, die durch die Verringerung der Strafverfahren wegen einfachen Drogengebrauchs freigesetzt werden, für präventive und reintegrative Maßnahmen, einzusetzen.

Wie auch zu hören war liefen die Verhandlungen über den Drogenantrag schon am gestrigen Abend bis weit in die Nacht. Es wurde hart gerungen, um Formulierung gefeilscht, für Unterstüzung geworben. Zudem war zu vernehmen das auch Viktor Perli (MdL) die Ernsthaftigkeit und Notwendigkeit erkannt und in dieser jetzigen Formulierung ebenfalls wie der Antragsteller Jost Leßmann um breite Unterstützung unter den Delegierten geworben hat.

Danke, in vielerlei Hinsicht: Zu einen natürlich Genosse Jost, der bei dem Thema nicht locker lässt. Dabei möchte ich anmerken das Jost in seiner Funktion als Vorsitzender der Grünen-Hilfe Niedersachsen erst kürzlich im Roten Zentrum in Göttingen eine Podiumsdiskussion ‚Viel Rauch um Nichts – Was tun mit Cannabis?‚ veranstaltete bei der u.A. Frank Tempel (MdB Die LINKE.) und Harald Terpe (MdB Grüne) teilnahmen [Video].

Danke denen die dem Antrag zugestimmt haben und um Unterstützung geworben haben, Danke denen die mit der demokratischen Entscheidung auch durch Enthaltung oder Gegenstimme trotzdem damit leben können.

Etwas muss ich hier persönlich anmerken, der jetztige Inhalt ist keine Maximalforderung. Es ist nicht meine Forderung da noch nicht weitgehend genug. Zudem, es sollte allen bewusst sein, das dass Thema Drogen auch ein Kapitalistisches ist und daher weitaus grundsätzlicher angegangen werden muss – besonders im Hinblick auf globale Problematik – Scheiterung des War on Drugs wie man es in Mexiko deutlich erkennen kann und wie auch die Tatsache das Afghanistan seit dem Einmarsch amerikanischer und internationaler Truppen (auch der deutschen) mittlerweile 95 % des Weltmarktes an Opium produziert als auch zu den größten Herstellern von Cannabisharz (Haschisch) gezählt wird:

This amounts to an export value of about $4 billion, with a quarter being earned by opium farmers and the rest going to district officials, insurgents, warlords, and drug traffickers.[1] In the seven years (1994–2000) prior to a Taliban opium ban, the Afghan farmers‘ share of gross income from opium was divided among 200,000 families.[2] In addition to opiates, Afghanistan is also the largest producer of hashish in the world.[3][4]

Im Hinblick auf die Forderung des Modellprojekts aus ’97 muss man wissen die Rede ist vom Apothekenmodell – der damalige Antragstext hier.

Versöhnlich möchte ich anmerken – ich kann mit dem Text leben, es bleibt in der jetzigen Form noch Motivation auf eine Legalisierung als Linker sowohl innerhalb der Linken zu werben als auch nach aussen hin einen offiziellen linken Standpunkt mitvertreten zu können. THX!

Themenflyer seien an dieser Stelle schon mal angeregt.

Uli

P.S.: Man kann eine Pflanze nicht verbieten!

P.P.S.: Wegen dem Logo oben gibts hoffentlich keine Klagen, im Zweifelsfall mag man es aus satirischem Blickwinkel betrachten.

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5 thoughts on “Die LINKE. NDS fordert Modellprojekt Cannabis

  1. Endlich ein vernünftiges Freigabemodell schaffen, z.b. nach belgischem, niederländischem oder spanischem Vorbild, ist schon lange überfällig. Re-Legalisieren, nach dieser traurigen Geschichte, der Pflanze auch.
    Überfällige ist auch eine Freigabe für die medizinische Verwendung zur „Selbstmedikation“ bei chronischen Erkrankungen.
    Hier muss sich endlich mal was tun, die Politik muss umdenken, den Bürgern auch Selbstverantwortung zugestehen.

    Macht weiter so! Cannabis legalisieren!

    • Die die mir schreiben kündigen das Erfahrungsgemäss vorher nicht an – gleiches gilt für säbelrasselnde Besucher.

      Grüße nach Hannover, vermutlich piratige…

    • obiger Kommentar stammt anhand der IP aus Berlin, es wurde eine Mail-Adresse (Grüne LK GÖ) eingetragen und offensichtlich gefakt, Grüne aus Landkreis Göttingen würden mir gegenüber nie Drohungen aussprechen!

      An das witzige (Piraten) Kerlchen dessen ISP Arcor ist: Selbstredend zeige ich Drohungen dieser Art nicht an, gebe allerdings zu bedenken falls mir tatsächlich etwas zustoßen sollte in die Richtung des Absenders Ermittlungen geführt werden dürften.

      highter weiter
      Uli

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