28.3. Benefizessen für Schünemann-Opfer

Noch geht es lustig zu. Am Mittwoch 28.3. veranstaltet der Improvisation-Künstler Lars Wätzold von der Comedy-Company ein Benefizessen für die Opfer der niedersächsischen Abschiebepolitik wie sie Innenminister Uwe Schünemann seit geraumer Zeit praktiziert. Die Veranstaltung findet bei Arbeit und Leben, Lange Geismarstraße 72-73, am 28.3. um 18 Uhr statt. Das Benefizessen ist der Auftakt einer Reihe von Veranstaltungen zu Gunsten der Opfer von Schünemann.

4-Gänge Menu:
Vorspeise: Thailand, zubereitet von Franz Sexlinger, Arbeit und Leben
Zwischengang: Balkan-Region, zubereitet von Helmut Nebel, Naturfreunde Göttingen
Hauptgang: Algerien, zubereitet von Jacqueline Amirfallah, Gauß-Restaurant
Dessert: Brasilien, zubereitet von Ulf Schöbeck, Arbeit und Leben

Das Menu wird zubereitet von Göttinger Spitzenköchen und der bekanntesten Göttinger Köchin Jacqueline Amirfallah. Die Kosten für das umfangreiche Mahl betragen 39,- € inkl. eines Aperitif. Anmeldungen sollen bitte nur per Mail an restaurant|ät|aul-nds|punkt|info gerichtet werden.
Der komplette Gewinn kommt dem niedersächsischen Flüchtlingsrat zugute. Dessen Vorsitzender Kai Weber wird anwesend sein und im Gespräch mit Lars Wätzold über die unmenschlichen niedersächsischen Besonderheiten berichten.

Lars Wätzold:

Die aktuelle Abschiebepolitik in Niedersachsen ist zynisch und unmenschlich. Hauptverantwortlich dafür ist Innenminister Schünemann, denn sein Ministerium gibt Anweisung, sämtliche vorhandene Spielräume gegen Flüchtlinge auszunutzen. Selbst langjährig Geduldete, die hier geboren und aufgewachsen sind, werden nachts aus den Betten gerissen und in Länder abgeschoben, zu denen sie gar keinen Bezug haben.

Aber auch der Rückhalt in den Reihen der „Christ-Demokraten“ gegenüber des Abschiebeminister brökelt. So CDU-Landtagspräsident Jürgen Gansäuer vor kurzem:

„Es wäre außerordentlich begrüßenswert, wenn es gelänge, unser Aufenthaltsrecht stärker zuvermenschlichen“, sagte Gansäuer, den etwa jüngste Berichte über das Schicksal der abgeschobenen Gazale Salame aus Hildesheim stark berühren. „Mir tun vor allem die Kinder in der Seele leid, die hier in Niedersachsen aufgewachsen sind und abgeschoben werden sollen“, sagte Gansäuer. Diese Kinder hätten hier ihre Freunde und Freundinnen gefunden, sie seien hier verwurzelt. „Die Würde des Menschen ist unteilbar, das gilt nicht nur für Deutsche“, sagte Gansäuer.

Hier sei nochmal betont was Gansäuer meint, Artikel 1 (1):

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

In Sinne des Blogs: Zuerst demonstrieren sie gegen dich, dann bekämpfen sie dich, dann lachen sie über dich und dann kommst du vor Gericht!
 
Wir lachen noch, in Bezug auf Strafanzeigen ist einiges im Anmarsch was dem Innenminsiter zum Nachteil gereichen kann besonders im Hinblick auf Selbstmorde und Selbstmordversuche in Abschiebehaft. Dies ist aber Völkerstrafrecht und wird anderorts zu anderer Zeit be/verhandelt. Das BGH hat sich schon eindeutig geäussert (Urteil zu Slawik C.). Schünemann verwahrt sich trotz Anfragen der Partei Die Linke im Landtag bisher einer Stellungnahme zum Urteil des BGH als auch vorangegangenen Urteilen des Landgerichts – nun es ist sein gutes Recht: Niemand muss sich durch eine Aussage selbst belasten.

 

Guten Appetit.
Uli e.

 

P.S.: Laut Veranstalter hat Manfred Fraatz (Landkreis Göttingen – Schreibtischtäter) keinen Zugang zur Veranstaltung. Dieses Anweisung gilt auch für kommendene Aktion, denn am 4.5. gibt es eine Benfiz-Powerdance-Partry für Schünemann-Opfer in der musa.

 

 

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