Polar: Faul und Gierig

Eine Grafik die via Facebook reinkam, Markus Brandl hat sie entworfen – mich hat die Polarität darin direkt angesprochen – die gestellte Frage in der Grafik vermag ich nicht zu beantworten, aber die Gründe die unter Umständen zur Fragestellung führten reflektieren:

Nachgeschlagen auf Wikipedia

Faul / Faulheit

Faulheit ist der mangelnde Wille eines Menschen, zu arbeiten oder sich anzustrengen. Die verschiedenen Interpretationen der Faulheit reichen von einer allgemeinen Tendenz des Menschen zur Ruhe bis zu schlechtem Charakter des Einzelnen. Ebenso reicht daher die Verwendung des Wortes von einem Einfordern gerechter Erholung bis zum Schimpfwort.

Also Faul wird jemand bezeichnet, sieht man mal von der o.g. Behauptung „schlechte Charakter“ ab, da sie nicht wertfrei ist und besinnt sich auf den Ursprung, dann bleibt als Essenz der Wunsch nach Ruhe. Die Sehnsucht nach Ruhe und der damit verbunden Friedlichkeit, ich mag hier unterstellen danach sehnt sich jeder Mensch.

Gier / Habgier

Habgier oder Habsucht ist das übersteigerte Streben nach materiellem Besitz, unabhängig von dessen Nutzen, und eng verwandt mit dem Geiz, der übertriebenen Sparsamkeit und dem Unwillen zu teilen.

Frei nach dem Motto – Geiz ist geil. Das streben mehr zu haben als andere. Letztlich wird man erkennen das ein letztes Hemd keine Taschen hat – nur hilft die späte Erkenntnis den Lebenden nichts. Dabei möchte ich meine Erfahrung aus verschiedenen Dienstleistungsberufen mit einbringen: Die höchsten Trinkgelder erhielt ich von Menschen die äusserlich, also Aufgrund von Erscheinungsbild nicht danach aussahen als hätten sie etwas zu teilen – ob das jetzt in meiner Tätigkeit als Maler, als Taxifahrer, als Pizzabote, als Bedienung oder als Veranstalter war – es waren sehr häufig die die wenig hatten und teilten – sie gaben meist noch ein Gespräch mit auf den Weg – sie gaben etwas von sich Preis. Authentisch.
Andere, hier ein Beispiel das ich in vielen Variationen erlebt habe, eine Baronin im Taxi sie wollte mir damals 5 Pfennig Tringeld geben, nun weder ist das Taxameter in 0,05 Einheiten noch hatte ich je Kupfer als Dienstleister dabei – ich bestand auf den korrekten abgezählten Betrag – das waren damals 4,60 Mark um sie einmal ums Schloss zu fahren – auf die Frechheit 5 Pfennig mir aufnötigen zu wollen verzichtete ich. Und die Klientel im Nerz, schicker Abendrobe, Aktenkoffer, Schlipschen, selbst der OB gab nichts von sich Preis, es gab Gespräche über Wetter und weiteres unverfängliches – ich empfand sie als steril und verschlossen. Ausnahmen bestätigen allerdings die Regel, das größte Trinkgeld erhielt ich von Mario Adorf, er lud mich sogar zum Essen beim Italiener ein. Und auf der Fahrt von Worms nach Frankfurt erzählte er mir aus seiner Jugend, wie er Krieg und Nazizeit erlebte und er sagte seiner Frau dabei sehr liebevolle Worte auf französisch – das war Authentisch.

Ergebnis

Wenn du dich selbst mit anderen vergleichst, wisse, dass Eitelkeit und Bitterkeit dich erwarten, denn es wird immer größere und geringere Menschen geben als dich.
Sei immer du selbst – vor allem: Heuchle keine Zuneigung, wo du sie nicht spürst. Erwarte heilsame Selbstbeherrschung von dir. Sei freundlich und sanft zu dir selbst.
[…]
Sei keine Kopie der Erwartungen, lebe als Original, gehe deinen Weg, lebe dein Leben.

Quelle: http://www.lebensweg-st-ulrich.de/lebensweg/ankommen/
Dort ist zwar auch die Rede von Gott, aber so wie ihn sich jeder und jede selbst erklärt.

Und so grüße ich den Gott in dir und mir:

Namaste
uli e.

Nachtrag

Zu dem Zitat „Lebe als Original“ – da gibt es jemand den ich schon eine verflucht lange Zeit auf dem Schirm habe – er sagt sein Lebensmotto sei „Folge niemand. Sei du selbst.“ (Quelle) – die Rede ist vom Niedersächsischen Innenminister Schünemann. Neben ‚Todsünden‘ schreckt er nicht davor zurück Menschen in Abschiebehaft stecken zu lassen, Menschen wie ein Slawik C. die dann keinen Ausweg mehr sehen als sich für den Freitod zu entscheiden und sich mit dem Stromkabel ihres Wasserkochers erhängen. Dieses Treiben ist schändlich und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit! Und sein damaliger Ministerpräsident Wulff, in dessen Verantwortungsbereich genannte illegale Abschiebehaft fällt erhält nun täglich ~ 524,- € Ehrensold, wohlgemerkt ohne alle halbe Jahre einen neuen Antrag dafür stellen zu müssen und ohne die Kontoauszüge der letzten drei Monate vorlegen zu müssen und ohne sagen zu müssen ob er einen Ortswechsel vor hat. Das ist ein Beispiel für Habgier. Innenminister und ehem. Bundes- und Ministerpräsident ein gnadenloses Beispiel für Geiz an Menschlichkeit und Mangel an Empathie!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s