Blutgeld vs SGBII & Datenschutz am Uniklinikum

Blutgeld
Heute war ich nach einiger Zeit mal wieder Blut spenden und zur Feier des Tages, es war die 50 Blutspende in meinem Leben, musste zweimal gestochen werden – erst rechts die Vene durchstochen – links klappte es dann. In der Voruntersuchung geniale Werte – der Eisengehalt von 13,5 (Untergrenze) hat sich auf 15,5 (seit über zwei Jahren mal wieder) verbesssert – der Blutdruck 118/80 und auch der war beim letzten mal wenig erfreulich – Puls glatte 80 – besser als beim letzten mal – er ist wieder runter ob ich allerdings trotz der Diziplinarmassnahmen (mehr Bewegung, frischeres gesunderes Essen (soweit Etat das zulässt), Twitter/ Facebook Absitinenz, andere Surrogates und sich nicht mehr Fremdbestimmt bespielen lassen) wieder auf die Werte von vor 10 Jahren komme wird sich weisen – damals als Fahrradkurier hatte ich nen Ruhepuls 60. Am Ende der Spende gabs für gesamt ~470 ml Blut und eine Stunde Aufenhalt wie immer eine Aufwandsentschädigung (Blutgeld*) in Höhe von 23 €. Kostbar zudem – Blutgruppe 0, Rhesusfaktor negativ.

SGBII
Soweit die Werte und Eckdaten, mit den o.g. Variabeln lässt sich nur wenig anfangen, naja, relativ wenig – jemand könnte meiner „Fall“-Managerin bei der Stadt-Göttingen stecken ich hätte nicht angegebene Nebeneinnahmen in diesem Falle provokant Blutgeld genannt. Man würde dann abermals lange rumprozessieren, so meine Erfahrung und am Ende dann kurz vorm Urteil würde der Landkreis (Mal Klägerin, mal Beglagte) einlenken und erkennen müssen:

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Eben wie es uns das Grundgesetz Artikel 1 (1), aber auch ein Ralph Boes lehrt.

Also lieber Lump im Land, der Denunziant, sei an dieser Stelle aufgerufen mir ein Verfahren zu ermöglichen.

Datenschutz am Uniklinikum Göttingen
Vor jeder Blutspende muss man ein Formblatt ausfüllen, Fragen nach Erkrankungen beantworten, etwa 40 Fragen mit Ja/Nein ankreuzen. Das Formblatt wird mit jeder Spende erweitert – heute ein neuer Passus, neuerdings mit Ja anzukreuzen musste ich (sonst darf man nicht spenden, so die beratende Ärztin) der Weitergabe der medizinischen und personenbezogenen Daten zustimmen. An wen die Daten gereicht werden können steht nicht drin. Daraufhin die Arztin, mit ihr hat jede*r vor der Blutentnahme zu sprechen, auf den neuen „Datenerklärungs“-Passus angesprochen. Sie versicherte wörtlich „Nach bestem Wissen und Gewissen das die Daten nicht zu Forschungszwecken weitergereicht werden“ und auf Nachfrage ob mein Gen-Code in den Daten erhoben wird wurde auch mit „Nein“ beantwortet.
Soweit ok. Ich glaub ihr das. Aber Glauben ist nicht Wissen. Welche Halbwertzeit mündliche Absprachen haben ist mir bekannt, auch in wie fern Mediziner rechtssichere Auskunft machen können und dürfen ist mir auch bewusst. Von daher werde ich nochmal nachhaken, behutsam versteht sich und an den richtigen Stellen, es wird sicher eine*n Datenschutzbeauftragte*n an der Uniklinik geben – dorthin werde ich mich wenden. So wie der Absatz zur Datenweitergabe jetzt im Formblatt steht wird er kein Dauer-Zustand bleiben.

to be continued…

Resümee
Für die 23 € gabs einen Einkauf im Billiglohnsektor-Markt – zur Abwechslung: Trauben, dekadent spanische Erdbeeren, 2 Bananen, 4 Bio-Äpfel, ein paar Beutel Direktsaft, ne Flasche Rotbäckchen (Immunstark), ein dreierPack Pizza (gabs zuletzt im November), etwas Hackfleisch, Nudeln, ein Beutel Milch, Expresso, zwei Alu-Dosen Lipton (leider gibt es in D den kohlesäurehaltigen Eistee nur in Dose, auch hier Holland Vorreiter). 3 € waren übrig, für Tabak reicht das nicht, dass wird dann heute Abend meine Hutspende für die Veranstaltung zum Gedenken der Opfer der Nationalsozialismus.

Und nun lass ich mich _fallen_ und mir mit meinem Lütten den vom Blutgeld zubereiteten Obstsalat schmecken.

Schönes Wochenende
Uli

*P.S. Zum Blutgeld. Wikipedia und auch Lexikon nennen hier „Blutgeld im islamischen Recht“ das sei hier nicht gemeint – ich möchte es daher als reine Polemik verstanden wissen.

P.P.S. Rechtschreibfehler massig und bescheiden durchgegendert – Und ein „Hartzer“ der sich Würde bewahrt – wer sich das Maul zerreisst: In 2012 mehr als 31.500.000.000 €, also 31,5 Mrd., in Worten einunddreizigmilliardenfünfhundertmillionen Euro im Bundesfinanzhaushalt für Krieg. Kommt mal klar und reflektiert euch selbst – steht mal auf dann könnt ihr euch widersetzen!

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