CDU Schirmherr für Piratenpartei

Tatort: Göttingen – Gänseliesel | Tatzeit: 20. August 2011 | Täter/in: Im Auge des Betrachters

 

Farblich hat man sich seit 2009 angenähert – Personell mit Blick auf Piratenpartei Vorstände Lokal und im Bund – Inhaltlich: Wahllügen

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2 thoughts on “CDU Schirmherr für Piratenpartei

  1. Falsch, ohhh so falsch.

    Wahr ist, dass bereits immer diese Farbe eine der CDU gewesen ist.
    Wahr ist, dass plötzlich diese Farbnähe auffällt. Bereits immer war sie da.

    Immer, nie anders!

    Bessere Recherche sollte helfen. :)

    Und bitte stell den Youtube-Kanal Piraten Göttingen endlich ab. Es ist einfach peinlich, was Du betreibst!

    Die Linke zu protegieren heißt:
    – Mauer? Och war ja alles gar nicht so schlimm. Überhaupt eine Ahnung, was diese Aussage bedeutet? Aber nein, Du stammst gewiss aus dem Westen. Ich empfehle Dir, Dich mal ganz konkret mit der Historie zu beschäftigen und was ein Großteil der Linken ausmacht.

    Wer das dann noch immer unterstützt *kopfschüttel* hat den Schuss nicht gehört.

    • Es ist nicht jedes Menschen Sache mit Satire bzw. Pasquill klarzukommen, dies belegt dein anonymer Kommentar. Ich nehme allerdings an das es sich um einen gleichgeschalteten Göttinger Piraten handelt. Unter dieser Annahme schreibe ich.

      Aber ich möchte doch darauf eingehen was du schreibst, Triebfeder zu antworten sind Empathie und sowas wie Mitleid mit den noch wenigen authentischen und authentivizierten Piraten:

      In der Geschichte der CDU scheinst du dich auszukennen, aber eben nur Scheinbar: Ihr CDU-Orange (wir reden vom Farb-Code Pantone 144 C) besteht seit Anfang 2004, da hat sich die CDU zum Bundes-Corporate-Identity entschieden.

      Also: False=Immer!

      Recherchier das und widerlege, ich lege dir die Süddeutsche Zeitung 2005 ans Herz (falls es vorhanden ist, dass Herz) und mal ein Blick in die Unterlagen des Konrad-Adenauer-Haus.

      vs. orange/weiße Schirmchen haben die Piraten erstmals 2009 benutzt

      Im Übrigen ist die Überschrift „CDU Schirmherr für Piratenpartei“ so plakativ polarisierend, dass Humor mit einem lachenden aber auch weinenden Auge hilfreich sein könnte.

      Korithenkackerei Ende.

      Der Youtube-Kanal: Erstmal ein Glückwunsch das ihr euren Beschluss aus eurem Göttinger Protokoll (Martin soll) nun umsetzt und einen eigenen Youtube-Channel gegründet http://www.youtube.com/user/PiratenParteiNdsGoe (tc.: Piratenpartei Göttingen) habt.

      Mein Youtube-Channel http://www.youtube.com/user/PiratenGoettingen (tc.: Pirat in Göttingen) den ich am 07.09.2009 gründete wird nicht geschlossen.

      Das es „peinlich“ ist war mir wohl bewusst – wahrhaft peinlich wenn über einem piratisierten Gänseliesel prangt: „Am 11.09. Die Linke Göttingen wählen“ – PEINLICH allerdings weder für mich, noch für die Linke!

      Abschalten? Dazu habe ich zuviel Zeit reininvestiert, ihn regelmässig mit Updates versehen, moderiert (meist nur bei NeoNazis und anderen Idioten wie die aus dem Gelbliberalen Sektor), Abonennten geworben, Videos besorgt – Urhebrechte via Mail abgeklärt, „Freundschaften“ geschlossen, Videos hochgeladen, Favoriten hinzugefügt. Seit 2009, zu der Zeit war ich Mitglied der Piratenpartei bis Juni 2011 versuchte ich das lokale und überegionale Partei-Interesse für diesen Channel zu wecken, die Möglichkeit in Parteieigentum übergehen zu lassen hatte ich angeboten. Bis zu zweimal die Woche sendete ich damals neuste Änderungen/Uploads/Favoriten über ML der Piraten Göttingen und auch gelegentlich über Landes, aber auch Bundes Mailingliste: Die Resonanz im Ergebnis Gleich Null. Mehrfach bat ich um Feedback, mehrfach um Mitadministration, aber nix kam. Man nahm die Social-Network-Rotz damals noch nicht ernst, ein Fehler wie sich herausstellt. Aber heute kauft ihr ja Werbplatz bei Facebook, ihr die „Datenschützerpartei“.

      Über die Mauer, deiner Empfehlung mich mit Historie zu beschäftigen, zu deinen Feindseligkeiten der Partei die Linke gegenüber und dein Unterstellen sie würden Maueropfer verharmlosen:

      Ich war zweimal in der Ostzone. Einmal zu einem 2 tägigen Bildungsseminar zu dem ich, damals 1983 noch Mitglied der SDAJ, eingeladen war – aber zu niemanden ausser den einladenden FDJlern Kontakt hatte.
      Das zweite Mal (und dem habe ich zu verdanken das über mich Akten bei Gauk-Behörde existieren) 1986 bei Potsdam – dort hatte ich direkten Kontakt zu den Bürger*innen. 7 Tage konnte ich mich frei bewegen, 7 Tage mit jedem reden, 7 Tage an denen ich sehen konnte was dort geschieht. Schon am dritten Tag erkannten die Einladenden was ich stehts zu tun pflege: Kritisch, mitunter provkant zu hinterfragen. Das kam nicht gut an, man legte mir die Heimreise nahe, da ich aber erst 17 Jahre alt war bestand ich darauf zu bleiben, statt mich allein auf die Heimreise zu schicken. Es hätte unangenehmen Wirbel machen können, nun das wollte man nicht. Taschengeld (Ost&West), Ticket, Brötchentüte mit Äpfeln, alles lag da, aber ich lehnte freundlich aber bestimmt ab. In einem Telefonat das mir ermöglicht wurde konnte ich mit meiner Mutter (AI & DGB-Mitglied und Frauenrechtlerin) telefonieren – sie stärkte mir den Rücken und sagte bleib „Du wirst schon wissen was du tust, du tust es ja sowieso“. Am vierten Tag trennte ich mich von unserer Delegations-Gruppe bei einem Besuch in OST-Berlin. Ich hatte es satt, mit FDJ an langen Menschenschlangen vor Restaurants vorbeizuziehen um einen Tisch bevorteilt zu bekommen. So konnte ich mir die Stadt in Ruhe ansehen, kaufte im Centrum-Warenhaus Schulsachen, wie Bleistifte, Mappen und Hefte ein die vergleichsweise billig waren. Selbst zwei Flaschen rumänischen Wein konnte ich ergattern. Als ich zurück kam an den Bus der uns zurück in die Unterbringung nach Potsdam bringen sollte kamen auch schon kurz danach die anderen unserer Westdeutschen Gruppe und ein paar FDJler. Meine Bezugsperson der FDJ stellte ein paar Fragen, die ich mit zeigen meiner Einkäufe beantwortete, den Wein wollte sie sie nehmen, aber ein volljähriger Wesi-Freund winkte ab und sagte Danke Uli das du an mich gedacht hast. So hatten wir Wein.

      Am vorletzten Abend sollten wir nach anderen Besuchen (u.A. Kunstseideproduktion und Vorführung des Robotron) in Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) zu einer Fete gehen. Dort angekommen, konnte man von aussen schon Westmusik hören, Nena, neue deutsche Welle und sowas. Offensichtlich wollte man uns ein wenig beindrucken, was ja auch bei den meisten gelang. Da ich bis dahin schon den Status der Narrenfreiheit unterschwellig aggresiv erkämpfte hatte wunderte es auch niemand das ich um einen Korkenzieher bat, Weingläser gab es nicht und so machte die rumänische Kopfwehbrühe aus der Flasche die Runde. Es gab dann die Menschen die ein Schluck aus der Pulle ablehnten und die die mit mir zusammen begangen sich zu betrinken, was mit 2 Flaschen Roten allerdings nicht so recht gelingen sollte. Im leichten Rausch sasen die „freien Weintrinker“ dann im Garten, irgend jemand brachte dann noch eine Flaschen Braunen (muss dem Gefühl nach reiner Alkohol gewesen sein), nach dem zweiten nahm ich kein weiteren Schluck. Aber ich hatte, neben einem Stern (Zeitschrift) auch einen Krümel Hasch mit rüber gebracht und so begang ich einen zu bauen, schon beim aufflocken des Marokaners dezimierte sich die Gruppe abermals. Uns so blieben grad mal noch 6 Leute mit denen ich zusammensaß. Wir unterhielten uns gespannt. Nach dem wir das Ding weggeballert hatten gingen wir rein, legten Musik auf, Karat ging mir gut rein, ich kannte bis dahin nur Peter Maffeys Version von „sieben Brücken“.

      Ich ging aufs Klo, jemand von den 6 Leuten kam nach, er sagte ich solle etwas aufpassen, er nannte einen aus der Gruppe der Stasi sein solle, ich meinte das mir das egal sein kann – schliesslich führe ich nach Hause, die einzigen die aufpassen müssen seid ihr. Ich setzte mich dann an einen anderen Tisch, einen Tisch an dem abstinente und sehr stille Ostler saßen. Ohne konkreten Anlass und unter Beinträchtigung des Weines und den paar Zügen am Joint stellte ich eine Frage laut das man sie trotz Musik auch an den anderen Tischen hören konnte: „Wie lange wollt ihr das noch durchziehen?“ – Einer winkte ab, sagte der ist berunken. Ein anderer fragte: „Was durchziehen“, ich meinte „Na euch einsperren lassen, wie lange wollt ihr euch das noch gefallen lassen“ – Einer sagte ich würde gern darüber mit dir reden aber ich kann es nicht. Ich sagte dann noch das dies nicht mehr ewig so geht. Lachen mischte sich mit ernsten Gesichtern.

      Da es dort ein Schlafraum gab, machte ich mich auf den Weg in die Koje. Am nächsten morgen bin ich mit einen riesigen Kater, allerdings in meinem Bett in der Unterbringung, aufgewacht. Mein Wesifreund bestätigte das er mich dort hingelegt hatte, nachdem ich noch auf eigenen Füssen zum Bus in die Unterbringung gewackelt sei. – Filmriss wohl – what ever.

      Am nächsten Tag ging es nach Hause, wir fuhren auf Transitstrecke heim. Die Kontrollen, und ich sah Autos die komplettan an der Grenze Helmstedt–Marienborn zerlegt wurden, verlief für uns lachs, Ausweise zeigen und durch. Auch hier wieder bevorzugt.

      Wenige Wochen später wurde ich 18 Jahre alt, erklärte der SDAJ und DKP mündlich meinen Austritt und weil ich grad so gut drauf war ging ich noch im Dorf zum Pfarrer und erklärte auch dort meine Kündigung.

      1988 sang Rio dann noch in der Seelenbinderhalle „dieses Land ist es nicht“, der Rest ist bekannt, er taucht in der Historie auf. 90 stand ich wieder im Ostteil Berlins umd dort Roger Waters – The Wall zu erleben. Und der korupte Kohl wurde uns allen als Einigungskanzler verkauft. Die Gesten, wie Musik, Gespräche oder Kniefälle vergisst man, aber für Sand im Getriebe gibts es keine Waage.

      Was wissen wir denn? Die Historie, die können wir wissen! Wir wissen aber nicht was ohne Mauer gewesen wäre, das wissen wir nicht. Genauso wenig wissen wir was geschen wäre wenn das Hitler-Attentat durch Stauffenberg geglückt wäre. Beides – ohne Mauer, ohne Hitler hätte glimpflicher zugehen können, aber auch weit aus nachhaltig tötlicher. Wir wissen es nicht.

      Zu deinem Affront der Linke gegenüber möchte ich sagen: Man sollte ein Fehler beim Sandstreuen unterlassen: ALLE Menschen über einen Kamm zu scheren. Schau dir mal die Konsequente Linke im Göttinger Rat an: Immer wieder gegen Abschiebungen, immer wieder gegen ein radikales kürzen der kulturrellen Unterstützung. Sich nicht einschwören lassen bei Repression und „Zukunftsvertrag“. Immer wieder hinweisen das die Umverteilung der Finanzen nicht stimmt, immer wieder aufzeigen wohin uns die Privatisierungen geführt haben.

      Schau dir mal das namentliche Abstimmverhalten der Linken im Bundestag an: Immer wieder gegen Krieg, immer wieder gegen Atomkraft und auch immer wieder nicht locker lassen, Anfragen stellen, bohren, auf Menschenrechte pochen. Beharrlich gerade auch wenn es um finanzielles geht. Das BRD-Finanzminsterium stellt ein „Verteidungshaushalt“ in 2011 in Höhe von 31.500.000.000 €uro zur Verfügung. Plus: Giftgaslabore werden nach Türkei von deutschen Produzenten verkauft, damit Erdoğan (Zitat: nach tamilischen Prinzip) die kurdische Bevölkerung töten vermag. Heckler&Koch und Konsorten lassen in der Türkei Waffen unter ihrer Lizenz produzieren. Waffen, Spionage-Hard- und Software von uns Deutschen in aller Herren Länder. Selbst in Kinderhänden ein deutsches G3. Du schluckst das Pirat oder ignorierst es, ich nicht und die Linke auch nicht. Das hat die Linken allen anderen Parteien vor – sie ruhen nicht! Und gerade jetzt wo Schünemann und weitere Schergen, siehe NDS-Verfassungsschutzbericht, zur offenen Kriminaliserungskampange blasen – ist mehr denn je Zusammenhalt und Solidarität gefragt.

      Aber eines muss ich zugeben: Für mich sind Parteien nur Mittel zum Zweck, notwendiges Übel meine Stimme zu deligieren, notwendiges Tool der Büger*innen. Sie, die Parteien sollen wissen das sie sich nicht ausruhen dürfen – sie sind nur gewählt, nicht erwählt (so in der Art formulierte es W. Brand).

      Und jetzt gehe dein Kenterhaken setzen, mein Weg ist es nicht meine Stimme zu verschenken!

      Freie & freundliche Grüße
      Uli

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