Pirat Andi Popp und sein Faible für Menschenfeindliches

***Update 4.8.11: Die freie Autorin Katrin Rönicke reflektiert die Beiträge der Bravo, Piratenkeks und lässt dabei auch die Kommentare nicht ausser acht. Der Beitrag ist hier zu finden – Piraten, Feminismus & Klischeedenken***

Andi Popp Bürger des Freistaat Bayern und stellvertretender Bundesvorsitzender a.D. der Piratenpartei Deutschland fiel mir schon damals im Bundestagswahlkampf 2009 als Freund von rechtspopulistischen „Zeitschriften“ auf. Seinerzeit gab Popp ein Interview bei der Jungen Freiheit, eine „Zeitschrift“ die laut Politikwissenschaftlern das Sprachrohr der Neuen Rechten ist. Ein Tag nach erscheinen des JF-Interview behauptete Popp zwar [1]

Mir war die Zeitung überhaupt nicht bekannt, also dachte ich mir nichts dabei.

und entschuldigt sich dabei bei allen das er nicht besser aufgepasst habe wem er ein Interview gibt. Genützt hat ihm und seiner Partei das dumm stellen wie es Kurt Tucholsky umschrieb

Kluge Leute können sich dumm stellen. Das Gegenteil ist schwieriger.

aber recht wenig. Wenige Tage nach dem JF-Artikel schrieb die TAZ Kolumnistin Julia Seeliger über das Interview [2]

Politisch war das instinktlos, ideologisch problematisch. Zum zweiten Mal in kurzer Zeit fällt die Piratenpartei durch mangelnde Distanz zum rechten Rand auf: Im Juli 2009, kurz nach dem Bundesparteitag der Piraten, ging der Fall „Bodo Thiesen“ durch die Medien. Jetzt hat der stellvertretende Parteichef Andreas Popp der rechtslastigen „Jungen Freiheit“ ein Interview gegeben, inzwischen hat sich Popp von dem Gespräch distanziert.

Und auch Spiegel-Online lies sich nicht lumpen und zititiert das Presseteam der Piratenpartei mit [3]

Rechtskonservativ ist nicht so schlimm

Aber, OK. Sehen wir mal von alten Kammelen ab, beurteilen wir nicht das Andreas Popp wie auch Bodo Thiesen weiterhin Schlüssel(reiz)positionen in der Piratenpartei besetzen, lassen wir ausser Acht das Popps Parteifreund Thiesen immer noch den Holocaust relativiert. Das war vorgestern, gehen wir zu gestern. Kurz gesagt, legen wir die Nazikeule gegen Schlechtmenschen aus der Hand.

 

 

Andreas Popp gestern via Microblogging Twitter:

Die Wortkreation „Opferfeminismus“ an sich weckte zugegebener Masen schon einen negativen Impuls in mir. Also weitergeleitet vom Tweet wurde ich auf Popps Blog [4], wieder weitergeleitet von dort auf einen Blogbeitrag [5] „Die destruktive Wirkung des Opferfeminismus“ der laut Popp von ihm und Sylvi nach vier Tagen intensiven auseinandersetzen und alles durchdenken entstanden ist.

Schau’n mer mal (denn das wollen freistaatliche Populisten ja, triggern & Impulse wecken)

Den Beitrag im Schnellverfahren (weniger als vier Tage) durchgelesen um mich nicht über Gebühr verbal vergewaltigen zu lassen, von Bravo Artikel One-Night Stand und Mädchenmannschaft Shitstorm ist dort die Rede,  was sozusagen als Einführung ins Thema und Grundlage der Auseinandersetzung benutzt wird. An Vergewaltigung von Frauen wird herumgedeutet, rethorische Fragen gestellt:

Schwieriger ist natürlich die Frage, ob eine Person überhaupt in der Lage ist dem Sex zuzustimmen oder ihn abzulehnen.

Aber darauf war ich nicht auf der Suche, denn den Beitrag der Mädchenmannschaft hatte ich schon hinter mir und dankbar für angebracht empfunden. Dankbar auch, das nämlich bloggende emanzipatorische Kräfte das tun wozu ich zumindest Online nur zu selten fähig bin – eben mich mehr mit der Gleichberechtigung von Mädchen und Frauen auseinander zu setzen (ich lasse den letzten Satz so stehen nicht weil er echt scheint sondern authentisch das widerspiegelt womit ich mich Online nur zu gering auseinandersetze – die Gründe dafür sind vielfach, aber allein das schreiben darüber wirft neue Fragen an mich selbst auf).

Auf der Suche war ich zum Schlüsselreiz Opfer-Feminismus. Der Opferfeminismus, da war er nun. Da wurden Psycholgen-Empfehlungen genannt, allerdings ohne Hinweis um welche Psychologen es sich hier handelt, keine Angabe von einer Quelle, Links zu Studien, zu einem dies und das. Ein Prise von Viktimisierung der Frau, ein Fingerhut Frauen in Führungspositionen, eine Nase voll Rotz das Frauen fordern würdern der Staat soll wie ein übergeordneter Gottesersatz eingreifen und dazu wurde der rethorische Frage-Joker wieder gezogen.

Natürlich existiert dieser Missstand, aber wieso wird in der öffentlichen Debatte nie die Frage nach der Rolle der Frauen beim Erhalt dieses System gestellt?

Die Frage wird gestellt, tagtäglich. Nur seht ihr sie nicht, ihr hört sie nicht und erkennt ihr sie, prügelt ihr doch als erstes in Kommentaren wohin man in Frauenblogs sieht auf emanzipatorische Kräfte ein. Bei manchen, wie am Beispiel vom Blog Piratenweib erkennen kann tut ihr es bis zum abwinken. Immer, und immer und immer wieder – oder aber ihr schweigt und geniest.

Aber ich bin nicht der Frauenrechtler für Mädchen- und Frauenblogs. Ich fühlte mich angesprochen und verletzt durch

Gleichzeitig weiß wohl jeder: Der nette Junge kriegt das Mädchen nur im Film. In der Realität hingegen, sind es die Machos, die ein geregeltes Sexualleben haben, während die netten Kerle, die Frauen so zuvorkommend behandeln wie ihre Mütter und die Medien (auch die Bravo) es ihnen beigebracht haben, immer nur »Lass uns Freunde sein« zu hören kriegen.

Ich weiß das nicht! Ich kann nicht sagen das ich mich von der Schubladen-Denke nerdiger Gehirnficker und anderen geistigen Wixxern weder in die „Nice-Guy-“ noch in die „Machoschublade“ stecken lassen will. Der Satz ist so schlecht das er von Bravo geschrieben sein könnte, er gaukelt eine Stimmung vor und soll sugerieren: Na du weist es doch auch, sei Teil der Mehrheit „Jeder“ dann bist du nicht allein dann gehörst du dazu und wir sind stark. Kauf uns, wähl uns, spende für uns, mach mit bei uns.

Ob die oder der Verfasser des Pamphlets mit „geregeltes Sexualleben“ irgendwelche Praktiken, bevorzugte Stellungen oder sontswas meinen schreiben sie nicht.

Ich interpretiere es für mich mit „erfülltes Sexualleben“, weil wir, und damit meine ich mich und meine Partnerin, an Erfüllen von gegenseitigen Wünschen ein Interesse haben – dies wohlgemerkt nicht nur beim Sex – sondern in allen Lebensbereichen die wir zusammen teilen. Und da reicht meist nur das Signal eines Ja oder Nein. Da muss mein kein Nice-Guy zu sein – da genügt ein ausgewogens Verhältnis EQ und IQ und den anderen lesen können – liegt man falsch oder ist unsicher hilft reden, traut sich einer nicht zu reden fragt man nach. Machos machen das nicht, Nice-Guys oder sogenannte Frauenversteher ebensowenig – Liebe und gegenseitiger Respekt und sonst garnix und die suche ich in „privaten“ Piratenparteiblogs immer vergebens!

Deshalb nochmal deutlich hier, da mein „sinnloser Flame“ auf Piratenkeks editiert wurde:

Nachtrag:

„Nice-Guy“ entstammt der Feder von Andreas Popp, er schreibt es in einem Kommentar an mich:

Um Himmels willen nicht doch – Falsche Umkehrung des falschen Schlusses.
1.) Da steht lediglich, dass Machos bei Frauen besser ankommen als “Nice Guys”. Das heißt noch lange nicht, dass jeder Mann in diese beiden Kategorien passt
2.) Die Umkehrung des Schlusses wäre: Wenn ich ein geregeltes Sexualleben habe, bin ich keine “Nice Guy”

Man möge sich nochmal den Passus „Falsche Umkehrung des falschen Schlusses“ zu Gemüte führen. Danke Popp für die Offenheit, auch wenn sie versteckt ist. Zuletzt musste Popp noch via Twitter nachsetzen, da ich mich über ein „ruhig Brauner“ entlud: Das ist Wagner du Banause! : P , schrieb er da. Damit sind wir wieder am Anfang allen Reden und Handeln der BürgerRECHTSpartei angekommen, Richard Wagner also hat es ihm angetan – auch da hilft Herr Popp – wie auch bei der Junge Freiheit die allwissende Wikipedia!

Uli, ehemaliges Mitglied 12636 der Piratenpartei Göttingen.

Ein Kommentar von Carmen Kästner zum Piratenkeksblog:

Was will uns der/die Autor/in damit sagen?

Dieser Frage ist die/der Leser/in durchaus nicht allein ausgesetzt. Vielmehr muss sich der/die Verfasserin eines Artikels, Blogeintrag, Buch (wie auch immer) diese Frage im Vorfeld stellen. Welche Botschaft wohnt dem Geschriebenen inne und, was sehr wichtig ist, welche Früchte resultieren daraus.

Lesen ist ein Abenteuer.

Geschriebenes hinterlässt seine Spuren. Der Prozess ist sowohl ein emotionales, als auch rationales Erlebnis. Bilder entstehen vor dem geistigen Auge, Assoziationen, Vergleiche mit Erlebtem, Gehörtem, Gelesenem.

 

Nun – wagen wir eine Exkursion bezüglich des Blogeintrages „Die destruktive Wirkung des Opferfeminismus“.

VerfasserInnen: (dort zu lesen: Den folgenden Blogpost haben der Andi und ich gemeinsam geschrieben.). Ob es sich bei der Person „ich“ um ein weibliches Schokostreusel handelt, ist für die folgenden Bemerkungen unerheblich.

 

Nach längeren Überlegungen, ob es notwendig ist, zu den einzelnen Passagen des Artikels Stellung zu nehmen, komme ich zu dem Schluss, dass dies eindeutig in jene unnötige Seziererei ausarten würde, die den Ausführungen der VerfasserInnen inne wohnt.

 

Ganz klar erfasse ich, dass hier pseudowissenschaftlich argumentiert wird. Bar jeder Empathie.

Wie bei vielen „piratigen“ Bemerkungen dieser Art, werde ich ein gewisses Gefühl nicht los, dass sich immer ein Stückchen SCHEIßE am Tellerrand befindet.

 

Assoziationen und Bilder entstehen beim Lesen in Windeseile und ohne Mühe:

Sarrazin will uns anhand von Statistiken und „hochwissenschaftlichen“ Ausführungen erklären, dass Deutschland sich abschafft. Vor noch nicht all zu langer Zeit wurden pseudowissenschaftliche Hetzschriften in die Herzen der „DeutschländerInnen“ gepflanzt, deren Auswirkungen viele Millionen Menschen ertragen mussten und immer noch müssen.

All diese Bilder tauchen da vor meinem geistigen Auge auf. Diese Bilder setzen sich in der Magengrube fest und auch das Kommentieren hier schafft keine Linderung. Das schlimme ist, dass dann unter dem Label „Freie Meinungsäußerung“ munter drauf los geschlagen wird. Hauptsache Theoriegesabbel.

 

Außerhalb der gezügelten Bemerkungen, gehen mir auch solche Sätze im Kopf rum:

Eine Besoffene ist immer noch besser als gar keine im Bett. Und wenn die Tussi am nächsten Tag sich einbildet einem Seitensprung beigewohnt zu haben, dann ist das richtig gut gelaufen. Kann ja im Suff noch nein sagen – und ein schlechter Fick ist immer noch besser als gar keiner.

 

Uli – trenne dich auch geistig von diesem Pack. DIE SIND ES NICHT WERT. Beobachten ja – vielleicht werden die irgendwann mal maßgeblicher in diesem Land – und dann „gnade uns Gott“

Carmen Kästner

21 thoughts on “Pirat Andi Popp und sein Faible für Menschenfeindliches

  1. Dein Niveau im Text ist unterirdisch…

    Gehirnficker und Wixxer sind wohl Rückschleuderspuren auf den Verfasser…

    • Schon wieder so ein Schnellschuss. Mensch Junge, lass dir doch ein bischen mehr Zeit. Das erspart viele Peinlichkeiten

      • Mensch Junge?

        Mensch Mädchen!

        Das Niveau ist unter aller Sau , wie soll das Peinlichkeiten vermeiden?

      • Nachdem mir ein paar Tage schlecht war, finde ich es jetzt amüsant hier. Zwei selbst erklärte Pseudowissenschaftler deklarieren den Opferfeminismus (ich fühl mich auch schon ganz Opfer), zwei kritische Denker monieren das und wir diskutieren über… Die Wortwahl?? Eine wunderschöne Projektion, hält uns wenigstens davon ab über Inhalte zu reden. Ob die Bravo nun eine Vergewaltigung impliziert hat oder nicht (meiner Meinung nach hat sie das; aber… egal) ist das eigentliche Problem doch der Umgang einiger Menschen mit solchen „Ereignissen“. Warum sich Pseudowissenschaftler dazu berufen fühlen, eine sog. Inhaltsanalyse anzustrengen bleibt ein Rätsel. Warum die Autoren des obigen Artikels diese Fehlleistung deutlich auf den Punkt bringen ist mir hingegen klar. Danke dafür!

    • Das mit dem Rückschleudern ist genial, hoffentlich weist du was es bedeutet.

      Zum Thema geistige Wixxer, erkläre ich mich ganz im Sinne von Hans Söllner solidarisch mit Andreas Popp

      • Keine Angst, die Rückschleuderspuren waren textlich und keineswegs besorgniserregend für dich gemeint.

        Inhaltlich begründest du zwar viel deiner Kritik, machst aber alles hundertmal kaputt durch die Nutzung eines Jargons, den man eher in der Gosse sucht anstatt im Internet (oder wahlweise gameservern ohne Admin).

  2. Ein Kommentar auf der Mailingliste der Piratenpartei Deutschland von einem „over9000“ den ich nur ungern vorenthalten möchte:

    Wann kriegst du endlich eine Rechnung wegen Spammings auf Piratenparteiservern? Das blockieren von wichtigen Resourcen ist einfach nur hinderlich von dir.

    Zumal ihr euch (Andi, Sylvie, Mädchenmannschaft, du und die Fakedame in deinen Blog deren Bild du 4chan entnommen hast) mit den Nebenkriegschauplatz „Bravo“ einfach Resourcen verpulverst. Warum was wirklich Bewegendes machen oder richtige Emanzipation bringen wenn man sich an der „Teenie-Bild“ austoben kann?! Aber ja, dann müsstet ihr alle ja im wirklichen Leben etwas tun. Da spielt ihr alle lieber die Maulhelden im Internet und ignoriert die wirklichen Tatsachen und ändert somit auch nichts in dieser Welt und speziell in Deutschland. Da habt ihr alle (Andi, Sylvie, Mädchenmannschaft, du und die Fakedame) echt gefailt.

    Carmen gelesen, für Piraten bist du nur eine Sockenpuppe. Die Frage wesen Sockenpuppe „over9000“ ist wird sich nicht beantworten lassen :)

    • Die „Fakedame“ meldet sich zu Wort:
      Auch bei diesem Beitrag wundere ich mich über die mangelnde Internetkompetenz so einiger Piraten. Ein Blick in Google hätte genügt – anyway.

      Mein Name ist Carmen Kästner, werde demnächst 55 Jahre alt – Uli ist mein Bruder.

      Meine Intention, mich einer politischen Gruppierung anzuschließen, habe ich vor vielen Jahren, nach intensiven Auseinandersetzungen mit den Inhalten der jeweiligen Parteien, an den Nagel gehängt.

      Was mich treibt, kann ich nur so formulieren: Es gibt keine Erkenntnis außerhalb der eigenen Erfahrung. Ohne wirkliche Beschäftigung mit einer Sache, lässt sich kein Urteil darüber bilden. Ansehen, Anpacken, Auseinandersetzen.

      So habe ich im Laufe der Jahre einiges angesehen:
      In meiner frühen Jugend, beeinflusst durch Familie, waren es die Jusos. Später – durch Tätigkeiten bei den Falken – war es die SDAJ und in Folge die DKP. CDU und FDP hatten sich schon durch ihre Parteiprogramme selbst disqualifiziert. Als die Grünen in den frühen Achtzigern ihre Arbeit aufnahmen, war Startbahn West mein persönlicher Start. Als sich die Piratenpartei formierte verspürte ich neuen Wind in der Parteienlandschaft.

      Neben meinem künstlerischen Wirken, bin ich in verschiedenen NGOs (Greenpeace, Amnesty, Ärzte ohne Grenzen, WWF, Attac, Avaaz) aktiv. Ich schreibe Briefe an Botschaften, Gerichte, Regierungen; sammle Unterschriften für Petitionen; informiere über Demonstrationen; unterstütze auch durch finanzielle Mittel. Seit vielen Jahren begleite ich Frauen, die durch Vergewaltigung traumatisiert sind. Wenn eine „Fakedame“ all das üblicherweise macht, wundert es mich schon sehr.

      Der Blogeintrag „Die destruktive Wirkung des Opferfeminismus“ und der von Uli bekannt gemachte Kommentar von “over9000″ zeigt mir auf, dass sich hier Leute einen Schlagabtausch liefern, fernab von jeglichem persönlichem Erleben.

      Leute – was ist nur mit euch los? Was ist passiert, dass ihr versucht Gefühle in theoretische Ausführungen zu pressen. Wo ist denn das Problem, wenn maedchenmannschaft das Thema aufgreift und sich gegen diese Diskriminierung wehrt? Was habt ihr denn gegen Internetfeminismus. Was soll das Gefasel von Opferfeminismus? Was wollt ihr eigentlich wirklich?

      Was glaubt ihr, warum in kriegerischen Auseinandersetzungen Massenvergewaltigungen veranlasst werden. Aus Spaß? Glaubt ihr, dass so was noch funktionieren würde, wenn die Familie, Freunde sich hinter diese Frauen stellen würden? Oder ist so was nur möglich, weil Frau sich als Opfer hergibt? Wer von euch hat sich schon mal mit einer betroffenen Frau bei der Rechtsmedizin aufgehalten? Wer hat sich schon mit der Aussage eines Rechtsmediziners aus einander gesetzt: „Da sind mir zu wenig Abwehrspuren“. Wer hat sich von euch schon mal einer Gerichtsverhandlung in solchen „Dingen“ unterzogen. Wer hat sich von euch schon mal die Frage stellen lassen müssen: Warum haben sie sich nicht gewehrt? Wer von euch hat sich schon mal gefragt, was dieser Blogeintrag bewirken soll, außer mal wieder irgendwas gesagt zu haben?

      Die Piratenpartei schien mir zu Beginn ihres Wirkens eine Plattform zu sein, in der auch ich mich gerne betätigen würde. Doch schon nach kurzer Zeit haben sich die hehren Ziele und Visionen des Parteiprogramms durch allzu viel undurchsichtiges und zweifelhaftes Gebaren der Parteifunktionäre in schlechter Luft aufgelöst.

      • Seit einer Stunde lese ich und folge den geposteten Links; jetzt ist mir schlecht.
        Lieber viele Sockenpuppen als einen dieser Kommentierer. Wie niedrig kann ein EQ-Wert werden bevor es strafbar wird?
        Ich wundere mich und staune.

    • Hilft Mustermann? Hast du Angst vor der eigenen Meinung? Ich fass‘ es nicht, mit wie wenig Rückgrat hier gepostet wird.

  3. Ich bewundere Deinen Ehrgeiz, der Piratenpartei ans Bein zu Pinkeln. Das Thema, was Du hier gewählt hast, entspricht aber eher der Meldung, ein Sack Reis sei in China umgefallen….

    • Du kommentierst ein „Sack Reis“… Und zu den Fäkalien: Lieber mal an Bein gepisst – als bei dem Auftrag Willensbildung den die Piraten wie alle Parteien haben den Menschen ins Gehirn zu scheissen.

  4. Mich stören am Beitrag von Popp zwei Dinge:
    1. er spricht mit seiner Interpretation den fraglichen männlichen Jugendlichen in der Foto-Story von jeglicher Verantwortung frei.
    2. Seine Vergleiche mit „Auto gegen Baum“ und „Mensch gegen Treppe“ hinken nicht nur, sondern sind schlichtweg falsch. Schließlich haben weder Baum noch Treppe irgendwelche bösartigen Absichten gehabt und auch die betrunkene Lage des Menschen nicht ausgenutzt. Wer das behauptet, spinnt.

    • hi Piratenweib,

      es sind einige Dinge störend, nicht nur in Popps und Schokostreusels Beitrag, sondern in erheblichem Umfang bei Bravo. Cliché wird mit Bildern verkauft, der Böse hat Piercings, Tatoos und man soll annehmen AIDS. Das Mädchen ist gegen Fussball. So scheisst neben Piratenkeks hauptsächlich die Bravo den jungen Menschen ins Gehirn, dass ganze verharmlost zudem Vergewaltigung.

      Was weiterhin störend ist: Kommentare der übelsten Sorte bleiben stehen, da sie den Verfassern passen, Kommentare die einen Zusammenhang zwischen den Piraten herstellen werden inhaltlich editiert.

      Das sich Popp und Schokostreusel nun über Kritik wundern, ist so wie das wundern eines Sarrazin in Kreuzberg.

      cu
      Uli

  5. Kann es sein, dass Du selbst Vorurteile ohne Ende hast? Wenn man schon einen Text schreibt und dabei als erstes einmal süffisant betonen muss, woher jemand kommt. Kann es sein, dass Du gegenüber manchen Gegenden bzw. Bürgern aus diesen Gegenden fremdenfeinlich bist?

    Und sorry, jemandem wegen der Formulierung „Ruhig, Brauner“ (eine Ansprache an ein PFERD!) die Nähe zu Antisemitismus vorzuwerfen, das ist unglaublich.

    Bist Du oder sind Deine Eltern evangelisch getauft? Martin Luther war Antisemit…

    Ernährst Du Dich vegetarisch? Adolf Hitler war auch sowas ähnliches.

    Merkst Du’s? Man kann’s mir manchen Schlüssen auch übertreiben…

    Hättest Du nicht dermaßen überzogen, dann hätte man sich die Mühe machen können zu überlegen, ob in dem Blogbeitrag auch logische, nachvollziehbare und berechtigte Schlüsse sind.

    • Nein.
      Nein.
      Ruhig Brauner, dabei bezieht sich Anreas Popp auf Richard Wagner – schau mal über Wagner nach…
      Meine Familie geht dich ein Scheiss an.
      Auch mein Essen geht dich nichts an. Zu deinem Hitler: Hör mal Rio Reisers Menschenfresser.
      Ja. Nein ich schiesse nicht, so wie ich nicht Amoklaufe wie es im Video behauptet wird.
      Deine Gründe zu deiner Mühe sind mir Jacke.

  6. Sicher war Wagner ein Antisemit. Du musst aber zugeben, dass Andi Wagner als Quelle angegeben hat, nachdem Du auf seinen Satz mit dem „Brauner“ mit einem „Nazi“ im Haus geantwortet hast. Einzig aus diesem Zusammenhang zwangsläufig eine Nähe zu Antisemitismus herzustellen steht – ganz nüchtern betrachtet – auf sehr wackligen Beinen.

    Kann es sein, dass Dich eher der dominante Unterton von „Ruhig, Brauner!“ gestört hat als der Ursprung dieses Zitats? Oder reagierst Du genauso, wenn jemand von einem „inneren Reichsparteitag“ als etwas positivem spricht? Und wenn jemand „jedem das seine“ sagt? Oder ist eher Dein Temperatment durchgegangen und Du hast einen willkommenen Grund gesehen, das zu kritisieren?

    (Tatsächlich kann man bei allen drei Formulierungen Bauchschmerzen haben. Anders als die anderen beiden Formulierungen hatte das „Ruhig, Brauner!“ allerdings *zu keiner Zeit* einen direkten Bezug zum dritten Reich und ist daher noch das harmloseste der drei Zitate… Und auch bei den anderen wäre es unlauter, den Verwendern Antisemitismus vorzuwerfen.)

    Warum, wenn nicht aus (latenter?) Fremdenfeindlichkeit, hast Du denn die Herkunft von Andi Popp so betont? Gab es dafür einen sachlichen Grund? Wenn nicht, welche Erklärung gäbe es, außer dass Du ihn mit seiner Herkunft diffamieren wolltest, die Du als negativ ansiehst?

    Keine Angst, Deine Familie interessiert mich gar nicht. Aber es ist aufschlußreich zu sehen, dass Du tatsächlich sehr aggressiv sein kannst und vom eigentlichen Thema ablenkst.

    Wäre schön, wenn Du auch sachlich Antworten kannst. Solltest Du sachliche Gründe für Deine polemisch erscheinenden Äußerungen haben – nur her damit.

  7. Dann bleibt leider der Eindruck: Viel austeilen. Und unangenehmen Rückfragen aus dem Weg gehen.

    Auch das lässt Rückschlüsse zu.

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