Pirat Mirco da Silva von Nazis gewürgt und brutal zusammengeschlagen

Nach eigenen Bekunden wurde Pirat Mirco da Silva letzte Nacht von Nazis gewürgt und brutal zusammengeschlagen, er befindet sich im Kreiskrankenhaus und kann nicht sprechen da sein Kehlkopf verletzt ist.

via Twitter @inforrupt

Das letzte mal als ich von Mirco da Silva hörte, deakkreditierte er auf dem Bundesparteitag den Holocaustrelativer Bodo Thiesen, danach wurde Mirco durch die Piratenpartei-Tagungsleitung der Halle verwiesen [1, Youtube]. Der Verweis wurde für den zweiten Tag aufgehoben.

Anhängige Klagen gegen Bodo Thiesen wegen seinen umstritten Aussagen über WW2, Hitler und Holocaust die beim Schiedsgericht der Piratenpartei Rheinland-Pfalz seit Juli 2009 anhängig sind kamen bisher zu keiner abschliessenden Entscheidung.

Wolfgang Dudda, Mitglied im Bundesvorstand der Piratenpartei lässt wegen Verschleppung der Verfahren seit wenigen Tagen seine Funktion ruhen.

Ob ein Zusammenhang zwischen den jüngsten Vorfällen, der Körperverletzung von Mirco da Silva und der Deakkreditierung von Thiesen besteht kann der Zeit nicht behauptet werden.

Dies ist der zweite mir bekannte Übergriff von Rechtsradikalen auf Piraten, zuletzt hatte der Kreisvorsitzende der Piratenpartei Delmenhorst, Andreas Neugebauer, auf der Mailingliste der PPNDS darüber berichtet das Rechte den Infostand beschädigt und mindestens einen Pirat geschlagen haben. Die herbeigerufene Polizei soll die Sache heruntergespielt haben.

Und während all dies geschieht, trollen sich sowohl auf der ML der Piraten-Niedersachsen (Sven K.) als auch im Forum (Conny1) der Piraten immer nur zu einem Thema: Wenn es gegen Nazis geht.

Gute Besserung!

***Update 09.01.11 -00:34: Die Piratenpartei Sachsen erklärt sich mit Mirco solidarisch  und ruft weiterhin offiziell zur Blockadeaktion “Dresden stellt sich quer – Dresden Nazifrei” auf.

***Update 09.01.11 -15:53: Weitere Blogs die berichten:

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6 thoughts on “Pirat Mirco da Silva von Nazis gewürgt und brutal zusammengeschlagen

  1. Pingback: my-tag » uli-e » Pirat Mirco da Silva von Nazis gewürgt und brutal …

  2. Das mit dem Piraten-stand hatte ich auch gelesen, die Polizei ist auffallend Blind auf dem rechten Auge, das wird seit Jahren von Antifa und Linken Gruppen aufgezeigt, meine Persönliche Erfahrungen Spiegeln das auch. Ich denke das die Polizei Deutschland annimmt, das bei Ausbruch eines Bürgerkrieges, sie auf die rechten als Miliz zurückgreifen können, und so kommt es zu solchen runterspielen von Fakten und kleinreden von Tatsachen! Auch von mir gute Besserung und eine schnelle Genesung Mirco da Silva, sie werden eine große Politische Zeit mit den Piraten einleiten, das wissen auch ihre Gegner, also bitte in Zukunft doch ein wenig Umsichtiger sein und möglichst nicht alleine Unterwegs, Giuseppe Cavaleri

  3. Nur eine Anmerkung zum Vorfall in Delmenhorst: Die relativ schnell eintreffende Streife schien tatsächlich relativ wenig daran interessiert, unseren Hinweisen bezüglich der Bewegungsrichtung der Nazis nachzugehen. Ich hatte allerdings später ein längeres Telefonat mit dem zuständigen Kripomitarbeiter geführt, der tatsächlich sehr an einer Aufklärung des Vorfalles interessiert war.
    Und Guiseppe: Das mit der Bürgerkrieg und der Miliz – das ist m.E. so weit hergeholt – das ist einfach nicht stichhaltig.

  4. Die Politik der Piratenpartei ließ nichts anderes erwarten: Gegen Extremisten zu sein, bedeutet in der Praxis, sich neutral (bestenfalls) gegenüber rechten Inhalten aufzustellen, aber sich gegenüber linken Inhalten abzugrenzen. Allein der Extremismusbegriff sowie seine fahrlässige Verwendung wie sie in der Piratenpartei üblich ist und sich bis in den Vorstand erstreckt und die Ausgrenzung von Antifaschismus als „Extremismus“ und „linke Politik“, macht es Antifaschisten und Linken in der Partei so schwer. Eine Partei, die rechte Inhalte und rechte Aktivisten zuläßt, integriert und deren Inhalte ernst nimmt, ist keine antifaschistische Partei, sondern verweist Antifaschismus aus der Partei.

  5. Pingback: uli-e » Piraten? Nein – Dann muss man ihren rechten Namen nennen

  6. @Andreas: Erstmal Danke für dein Kommentar.

    Es wäre interessant zu erfahren wie der weitere Verlauf zu besagter Attacke in Delmenhorst war.

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