Die Freiheit, der ehemalige Bundespirat und die braune Ideologie

Wer im Folgenden erwartet eine wissenschaftliche Abhandlung, eine Einstufung der Verfassungstreue bzw. Verfassungsfeindlichkeit über die Partei Die Freiheit und Stefan ‚aaron‘ Koenig zu lesen erhofft sich zuviel.

Im Folgenden werden lediglich Fakten behandelt zu Die Freiheit, zu Stefan Koenig, zu Braun, zu Ideologie (gr. ἰδέα (idea), Erscheinung, und λόγος (logos), Lehre) und meinen pikanten Erlebnissen damit. Im weiteren Sinne wird es hier auch um Farbenlehre gehen, was ich aber lediglich auf Anraten meines Consilieri tue um mich im Rahmen der freien Meinungsäusserung zu bewegen und grad noch so den Bogen legitim zu spannen. Denn, merke auf, die populistische Gegenseite überschwemmt der Zeit mit Einschüchterungsversuchen und Klageandrohungen Blogger um sie (u.A. Thomas Lachetta – Gründungsmitglieder der “FREIHEIT”-Partei bedrohen mich) das schweigen zu lehren.

Die Freiheit:

Das sich eine Partei gründet die sich populistisch gegen was oder wenn auch immer bewegt wurde mir klar als am 10. Mai via Blogmitteilung (Viel Glück, Piraten!) Stefan ‚aaron‘ Koenig seine Austrittserklärung aus der Piratenpartei ins Netz stellte. Dies geschah wenige Tage vor dem Bundesparteitag der Piratenpartei in Bingen, auf dem Koenig zwar mit Abwesenheit glänzte was die Mehrheit der Piraten aber nicht hinderte ihn, den Erleuchteten, politisch nicht zu entlasten.

Damals im Mai war mir schon klar das man noch etwas hört und liest von Koenig. Jünger hatte er ja bis dato genug, auch innerhalb der Piratenpartei verteidigten einige Piraten sein Lippenbekenntniss den Iran gezielt zu bombardieren. Ich vermutete die Gründung einer Neo-Liberalen Partei (NLP) oder etwas in der Art, was ich auch in einem unbequemen Kommentar in seinem Blog äusserte, der aber wie so vieles in seinem Blog dem Radiergummie zu Opfer viel. Und radiert hat er viel, der ehemalige Bundespirat, nicht nur in Kommentaren sondern bis zum heutigen Tag sogar an seinen Beiträgen, aber dazu später mehr.

Am Donnerstag den 27. Mai war es dann soweit, morgens um zehn erreichten mich die ersten Tweettreffer #aaron „gründet Partei Die Freiheit„, die im Tweet enthaltenen Links verwiesen auf eine Seite mit Namen die-freiheit.mixxt.de. Ein Besuch in das Blog von Koenig gab zu diesem Zeitpunkt noch keine Hinweise auf eine Partei-Gründung. Lediglich im „Social“ Network der von mixxt zur Verfügung gestellten Page gab es ein paar karge Informationen über „Die Freiheit“.

Mehr Informationen zu bekommen schwierig denn fast allem was man dort anklickte um mehr zu erfahren über Koenigs „Projekt“ popte ein Loginfenster auf „Please use your mixxtID and password to view this feed„. Danke, aber nein Danke, noch einem Lobbyist meine vertraulichen Daten wie Email, Vor- und Familiennamen zu verraten bestand kein Grund. Zudem geben die AGB von mixxt her das man seinen Realname zu verwenden hat. Zu dieser Zeit  krankgeschrieben konnte ich zwar wenig reden, aber schreiben: Also konnte der Mikroblogin-Krieg beginnen. Mittlerweile, gegen 10.30 Uhr, liefen schon etwa 50 Tweets mit Hinweisen und Links auf Koenigs neue „Seite“. Weitergeleitet hab ich davon, getreu dem Motto don’t feed the troll, keinen einzigen. Im Gegenteil. Wenn man ein paar Klare Menschen auf Twitter kennt, tauscht man sich per Privatnachricht aus. Jedem derer war wie mir klar, das nur Zwei von dem retweeten des Links auf  die-freiheit.mixxt.de profitieren: Koenig und mixxt das neue User einfängt. Um es kurz zu machen: Bis etwa 15 Uhr war es geschafft das nur noch wenige Tweets mit Hinweisen auf die Bauernfängerei durch den Äther strömten. Hunderte musste angeschrieben werden. Jedem scheint klar geworden zu sein was hier läuft und offensichtlich lies man ab davon sich bei mixxt zu registrieren. „Zucker für Affen gibts im Zoo, nicht im Netz“ so ein Tweet dazu.

Am nächsten Tag, Freitag den 28. Mai, das selbe Spiel wieder am Morgen. Andere, viele neue, Accounts zwitscherten die „Neuigkeit“ von Koenigs Parteigründung „Die Freiheit“ in alle Welt. Nix, geschah. Kaum retweets, wenige neu registrierte „Parteimitglieder“ auf die-freiheit.mixxt.

Das war dann auch der Zeitpunkt wo sich jemand offensichtlich angepisst gefühlt haben muss. Die Lobby, Oliver Ueberholz seines Zeichen CEO bei mixxt, tweete „@hirtlitschka: kleiner Hinweis: wir haben nichts mit #aaron zu tun, unser Community Baukasten wurde hierfür benutzt.“ Die Antwort auf die Frage wie so er, der Geschäftsführer von mixxt, Fakeacounts zulässt (Stefan Koenig hatte sich mit falschem Vornamen Aaron angemeldet) kam nur das man nicht jeden Account einzel prüfe. Dann doch aber jetzt? Das Wortgefecht ging hin und her und Lobbyüblich nur Ausflüchte. Ich beendete das getweete mit ihm.

Aber knallharte Geschäftsleute lassen nicht locker. Das Telefon klingelte, am anderen Ende der CEO von mixxt mit der Ansage „man kann auch anders, was ich auf Twitter betreibe ist Verleumdung“ wieder meine Frage mit Hinweis auf die AGB von mixxt warum er, Oliver Ueberholz, denn Anmeldungen unter falschen Namen zulässt: Keine Antwort. Ich beendete höflich aber bestimmt das Gespräch mit der Aufforderung zukünftige Firmen-Anrufe auf meinem Privatanschluss zu unterlassen.

Dann ging die Party richtig los, Mails unterzeichnet mit Firmenadresse mixxt die versuchten einzuschüchtern „Langsam bewegen Sie sich in den Bereich der Verleumdung“ etc. Auch da von mir wieder die Aufforderung Anrufe und nun auch Mails zu unterlassen. Nix, das Telefon klingelte abermals. Ich hob ab und legte auf. Mein Stalkingbarometer war nun schon im roten Bereich, weder muss ich mich einschüchteren, noch bedrohen lassen und schon garnicht wenn jemand sich offiziell mit seiner Firma auf so dünnes Eis begibt. Wieder ne Mail vom CEO, meine Antwort:

„Ich forderte sie gestern auf sowohl Anrufe als auch Mails zu unterlassen. Der Aufforderung folgen sie nicht, sie begeben sich nun in einen Bereich der nicht nur zivilrechtliche Konzequenzen mit sich bringen kann. Letztmalig ganz deutlich: Stoppen sie ihr Stalking! Unterlassen sie Anrufe an meinem Privatanschluss und schreiben sie mir keinerlei Mails mehr!“

Hier muss dann der Groschen beim mixxt CEO gefallen sein. Ergebnis ich hatte wieder Ruhe.
Mal wieder an der Zeit zu schauen ob sich bei „Blogger“ Koenig etwas getan hat. Tatsache er bloggte nun, mit Twitter und mixxt lief das ja leider nicht so populär wie erhofft. Die Message „Neue Partei zum Beta-Testen„, der Inhalt gekürzt „Da ich nach wie vor sehr an Politik interessiert bin, habe ich mich entschlossen, gemeinsam mit einigen Gleichgesinnten eine neue Partei zu gründen…„…religiösen Fundamentalismus…“ „…Einwanderer…Eingeborene…“ etc. eben die gewohnte übliche Polemik. Kommentare bis zum nächsten Tag: 3. Und die scheinten noch selbst verfasst. Die Rechnung ging auf, niemand gab ihm Zucker.

Jetztzeit, Die Freiheit:

Aus meiner Perspektive, eine Reinkarnation des Koenig-Konzepts. Gleicher Name, gleiche Leute, gleiche Parolen: Wir werden vom Islam bedroht. Hallo, seit 9/11 bekommen wir das geimpft. Und nun scheint sich das nach der Sarrazinsatire und Seehofers Stammtischreden gut zu machen, zu fruchten. Verkrachte EX-Partei Funktionäre gründen was Neues und doch ist die Ideologie so alt das sie mich an Deutschland 1923 erinnert: Wirtschaftskrise, Fremdenfeindlichkeit, Stammtischparolen und Homosexuellenhass.

Und was bieten sie denn? Ausser das sie das nachquatschen was Wilders in den Niederlanden und neuerdings auch in Deutschland erzählt. Nichts ausser Hass! Und das zieht auch nur Hasser an. Zudem radieren sie an ihren Veröffentlichungen, was sehr an Koenig erinnert. Jedes Wort ist hier zuviel. Jegliche Beschäftigung mit „Die Freiheit“ Zeitverschwendung.

Stefan Koenig:

So wichtig wie der Sack Reis in China, so notwendig wie ein Kropf. Vollkommen durch den Wind und zuviel Absinth im Spiel. Die Piratenpartei ist ihm zuweit Links, die Freiheit zuweit rechts. Oder letztgenanntes doch nicht? Denn sein radierendes Verwirrspiel läuft weiter:

Sein nun veröffentlichtes Blog in der Urform zur abermaligen Parteigründung wurden Sätze wie „so dass es mir lieber wäre, wenn auch die letzten Reste meiner Textbeiträge aus dem Programm gestrichen würden“ wegradiert und auch „Wie ich weiter mit dem Projekt FREIHEIT verfahre, werde ich in Kürze entscheiden“ fielen dem Radierer zum Opfer.

Denn, merke auf, wer zuviel radiert schafft sich früher oder später selbst ab. Auch hier: Thema Zeitverschwendung.

Die braune Lehre:

An diesem Punkt kommt für mich der rechtliche Drahtseilakt wovor es meinem Consilieri graut. Aber ich spann mal den Bogen, sehr weit :/

Meine erste Berufsausbildung erfuhr ich in einer alten Handwerkszunft zum Maler. Bestandteil dieser Ausbildung ist die Farbenlehre, wie man mischt, was es ergibt wenn man Primärfarben, Sekundärfarben und Komplementärfarben mischt und wie sich Farben auf die Psyche auswirken. Nun mischen wir mal zu gleichen Teilen Piratenorange mit Freiheitsblau:

 

Und, sieht Scheise aus. Braun halt.

Epilog in Zahlen:

  • Anzahl  der Gründungen der Partei Die Freiheit: 3
  • Webseiten zur Partei Die Freiheit: 3,5
  • die-freiheit.mixxt.de, diefreiheit.org, die-freiheit.net und das halb für das „neue“ Radierobjekt von Stefan Koenig netzwerk-21.de
  • Durchgedrehte Faschisten: Unzählige
  • Radiergummies: Ne Menge
  • Ernstzunehmende Demokraten: 0
  • Mitglieder vom Verfassungsschutz: 2-3, also schneller abgezogen als bei der NPD, was kurzfristig den Weg ebnet das zu tun was man mit Volksverhetzern tun muss: VERBIETEN und für lange Zeit in den Knast stecken.

Schlusssatz:

Leute die radieren sind gefährlich! Sie radieren alles aus!

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12 thoughts on “Die Freiheit, der ehemalige Bundespirat und die braune Ideologie

  1. Man merkt, dass ihre Ausbildung mit der Farbenlehre beendet wurde, Sie sollten mal zum Arzt gehen, sie kleiner Spinner. Kaum zu glauben welche kranke Trolle man im Netz findet.

  2. Die Freiheit Partei ist mit ihren Mitgliedern eine blau lackierte NPD Nachfolgerpartei. Die Freiheit versucht den Eindruck zu erwecken, dass man liberal sei. Absoluter Quatsch. Dass die jetzt einen Iraner namens Ehssan Khazaeli mit ans Boot geholt haben ist nur Fassade. Genau dieser Iraner wollte doch noch vor kurzem bei der Partei Pro Deutschland mitmachen. Dass Ehssan Khazaeli jetzt kleinen Bloggern, wie Thomas Lachetta mit Anzeige droht lässt die Freiheit ins dunkele Licht rücken. Die Fassade, die sie mit diesem Iraner aufbauen wollten bröckelt. Die Freiheit lässt also kleinen Bloggern deren Meinung verbieten. René Stadkewitz, sie haben doch schon jetzt mit ihrer Nazi-Partei verloren! Ich prognostiziere dieser Partei keine Chancen für die anstehenden Wahlen.

  3. [quote=Florian Breidenbach]Man merkt, dass ihre Ausbildung mit der Farbenlehre beendet wurde, Sie sollten mal zum Arzt gehen, sie kleiner Spinner. Kaum zu glauben welche kranke Trolle man im Netz findet.[/quote]

    ..sagte der Troll, der Menschen beurteilt ohne sie richtig zu kennen.

  4. @Thomas: Lesenswert liegt im Auge des Lesers, der Leserin.

    Ich frag mich eh was einem dazu treibt in dieser Partei mitmischen zu wollen. Mitläufertum? Menschenhass? Fremdenfeindlichkeit? Oder als Kind nicht gestillt worden zu sein? Oder alles zusammen?

  5. Denke das Hauptproblem das Paul alias Thomas zu haben scheint ist: Er von einem Nicht-Teutschen gemassregelt wurde.

    Alles was sich um die Partei scharrt sind Islamfeinde. Letztgenannter bildet da keine Ausnahme.

  6. @Paul

    Habe mir das durchgelesen. Thomas Lachetta hat gut recherchiert. Finde es gut, dass jemand mal über die neue Partei DIE FREIHEIT aufklärt. Für mich sind das Rechtsradikale. Warum die jetzt einen Iraner aufgenommen haben ist mir ein Rätsel. Oder was will „die Freiheit“ mit Ehssan Khazaeli bezwecken? Habe auch schon andere über Ehssan Khazaeli gelesen. Er ist kein Saubermann.

  7. ;-)

    Eine witzige Gemeinde seid ihr hier . Nehmt Thomas Laschetta um die Freiheit bräunlich zu diskreditieren , aber hat sich schon mal einer von Euch mit der Geschichte von Thomas L. auseinander gesetzt ??
    Jemand der selber brauner nicht sein könnte und bei der Freiheit nicht landen konnte , wird nun als Vorzeigemann dafür genommen das die Freiheit braun getüncht wäre ??

    Geht`s denn noch ein wenig verquerer ???

  8. @ oernmaster

    Woran willst du fest machen, dass Thomas Lachetta eine schlechte Vergangenheit hat?
    Ich kenne ihn selbst nicht, habe aber im Internet nichts böses über ihn finden können. Er soll damals bei pi-news geschrieben haben habe irgendwo gelesen. Ich finde aber auch jede Menge Kommentare bei der linken tageszeitung (taz) und anderen Medien die von ihm stammen. Ist es denn verboten auf Pi-news Kommentare zu schreiben? Ist man dann gleich braun? Ist doch lächerlich. Dann müsstest du genauso sagen, dass er Links ist, weil er auch die taz-Artikel kommentiert hat. So ein schwaz-weiss denken was du, oernmaster, an den tag bringst ist dämlich.

  9. die npd hat auch einen aktiven iraner in der partei! das hat nichts zu sagen! die iraner und die npd verstehen sich gut. also warum nicht auch einen islamfeindlichen iraner, der ein versager ist und sonst nichts werden konnte? andersrum hätte man ihn eh nicht akzeptiert. er nutzt nur die marktlücke :D

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