Frühlingsfest der Göttinger Piraten – von meiner Blickachse

In kurzen Worten: Es war schön, Danke für die Einladung! Essen war lecker, die Vorträge informativ, die persönlichen Gespräche hilfreich. Glückwunsch zu den Kandidaten.

In längeren Worten inkl. Bilder, Für und Wider meist zwischen den Zeilen aus meiner Perspektive:

Am heutigen Sonntag den 30. Mai (Tag des Austritt von Jörg Tauss) fand der Kreisparteitag und das Frühlingsfest der Piratenpartei Göttingen statt. Top1-6 hatte ich mir als Freibeuter erspart, es ging in der Zeit um Formelles wie Tätigkeitsberichte, Wahlen etc. zudem war ich zu der Zeit noch in der Horizontalen Lage Dank eines Bandscheibenvorfalls (so heisst das wohl im Medizinerjargon, wohin die Bandscheibe fiel konnte man mir allerdings nicht sagen, Fundbüro nachfragen?), aber ich schweife ab.

Etwa um 11 erfuhr ich via Pad das dass Grillen Dank einer regenfreien Zeit vorverlegt wurde, so hiess es sputen, da ohne etwas Handfestes im Bauch meine Aufmerksamkeit nicht die Beste ist, schliesslich wollte ich den Vortrag von Erich zur Störtebecker-Stiftung als auch die Präsentation der flüssigen Demokratie von Ingo nicht versäumen. Um kurz nach 13 Uhr kam ich am Holbornschen Haus in der roten Straße an, schon von weitem war zu erkennen: Dieses alte Göttinger Gebäude (was sein restauriertes Antlitz dem Atelier Kirleis Größtenteils zu verdanken hat) ist heute gekapert von den Piraten, der A1-Plakatständer zeigte „Freiheit ist keine Randnotiz“ und „Gläserner Bürger? Transparenter Staat„. Da stand ich da, allein, als EX-Pirat und wurde herzlich empfangen, Danke!

In piratiger Manier saßen sie da, meine Freunde, jede Menge Laptops, ein Beamer, Kabelsalat; Der Kartoffelsalat den ich als Sachspende mitgebracht hatte, passte gut dazu und damit war dann auch Vesper angesagt. Raus zu Jan, er stand am Grill wo es rauchte, also Kippe an und erst mal ein bisschen schnaken, Bierchen, entspannen, sich selbst sagend: Du bist Gast, relax, Adrenalin wegen deinem Austritt kann runtergefahren werden, die sind alle lieb.

Nach dem dann das Futtern und Schnuppern auch erledigt war es an der Zeit für Rene, den Versammlungsleiter, sein Laptop für Erichs Präsentation der Störtebecker Zukunftsstiftung einzustellen, da ich neben Erich saß erkannte ich das die Schriften und Format nicht mit seinen Unterlagen identisch waren, Linux/Windows oder Fontproblem, aber letztlich nicht Meines.

Nachdem Erich seine Ausführungen beendet hatte und sich für die Aufmerksamkeit bedankte. Meinungsaustausch, Fragen wie zum Beispiel: Warum eine Stiftung, aber das Geld, warum nicht ein Verein, brauch man da einen Vorstand. Wissen mischt sich mit rechtlichem Halbwissen, Ein aber ich meine und ein jener meint. Ein kann man das verwirklichen, haben wir das Know How, die Zeit, die Kraft, die Leute. Nachschlagen in Gesetzen, zitieren, rezitieren, googlen, wiken: Piraten!

Andreas, erkennt die Lage, blickt auf die Uhr, begibt sich nach vorne und beginnt mit dem nächsten Punkt: Stand des Piratenwerkes Niedersachsen. Andreas, seines Zeichens „Kontaktbeamter“ zu Max Rother und dem Piratenwerk, klärt auf wie das Piratenwerk entstanden ist, das die Satzung des Vereins auf Vorgaben von Berlin beruht, welchen Sinn es macht auch im Umgang mit Geld einen e.V. zu haben um Piratenkurse geben zu können.

Meinungsaustausch, ich kürze hier: Piraten! Vorschlag war statt einer Stiftung erst einmal die Störtebecker Piratenkurse in Göttingen dem Piratenwerk Niedersachsen anzugliedern. Erich neben mir schiebt die Unterlagen zur Stiftungspräsentation in seine Mappe. Ich denke mir: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Man gedenkt nun der Gründung des Piratenwerkes Niedersachsen in Peine durch Göttinger Piraten zahlreich beizuwohnen. Ein Gründungstermin ist allerdings noch nicht bekannt.

Danach folgte Ingo mit der Präsentation zu Liquid Democratie, lief alles Reibungslos. Ich muss sagen sehr professionell, hat immer Sichtkontakt zum Publikum gehalten, Fragen angenommen, hieb und stichhaltig erklärt. Welche Möglichkeiten die Delegation bietet erklärt, wie man etwas stärker gewichtet, wie man ablehnt. Dazu würde ich gern auf die Seite der Piraten Göttingen verweisen, also sobald dort ein Video erscheint updaten. In Worte fasse könnte ich es nicht sinngemäss und es würde dem, ich glaube es waren etwa 90 Minuten, Vortrag nicht gerecht werden. Einfach mal die Tage bei den Piraten reinschauen. Ich sehe mich nun in der Lage das Tool zu bedienen. Danke!

Ich hatte dann noch etwas Gelegenheit das ein oder andere persönliche Gespräch zu führen. Niemand bohrte: Warum ausgetreten, mehr ein wie geht es dir. Danke! Stand danach allein im Voyer und begutachtete den Aufbau – vollkommen pragmatisch, sammle ein paar Reste von Klebestreifen ein, schaue ob es ein paar neue Flyer gibt, lauschte dem Video auf dem MAC: Pink Floyd – Wish you where here.

Der komisarisch frisch gewählte Schatzi spricht mich an: „Du bist ja jetzt ausgetreten“ ich entgegne: „Nein, das ist schon länger her, am 13. April“ Er: „Aber dir ist schon klar das du durch den Austritt Rechte verloren hast“ Ich denke mir „Arrrr, und Pflichten“ und antworte „Das empfinde ich nicht so wie du es sagst, mir scheint eher das Gegenteil der Fall. Seit meinem Austritt sind viele Dinge geschehen, die ich sehr begrüße. Da ist zum einen das die neue Geschäftsordnung des Landesvorstands die zulässt dass Jeder Anträge an ihn stellen kann. Da ist der Beschluss das Liquid Demokratie zum 6. Juni in Niedersachsen eingeführt wird. Da ist der Beschluss der Göttinger Piraten: Jeder der etwas macht hat erst mal recht“ Marco: „Der ist wohl eher aus der Not heraus und der Ermangelung von Aktiven entstanden.“ Die Tür geht auf seine Frau und sein kleiner Sohn kommen rein. Ich denk mir: „Schade ich hätte noch einiges zu sagen gehabt. Während ich sehe wie sich sein Lütte glücklich zeigt ihn zu sehen und von ihm die Piratenflagge in die Hand gereicht bekommt. Verantwortung übernimmt Marco, als Mann, Vater, sicher in einem Beruf und nun noch als Schatzmeister der Piraten in Göttingen. Respekt.“

Kleine Anmerkung noch zu meiner Vibration: Gestern ist Dennis Hopper gestorben, einer seiner bekanntesten Filme, klar, Easy Rider, den hab ich gestern Abend geschaut. Jack Nicholsen raucht das erste Mal Marihuana, philosophiert über Ausserirdische & Freiheit und meint zu Dennis: „Sie haben keine Angst vor dir, nicht vor deinen langen Haaren, sie haben Angst vor der Freiheit die du repräsentierst

Danke für den schönen Nachmittag Piraten! An dieser Stelle interpretiere ich frei nach Erich Kästner: Es gibt nichts Gutes, aber Ihr tut es.

Uli

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