Tapferkeit ist ohne Verletzbarkeit nicht denkbar

Nein, obige Überschrift ist kein Titel von mir. Angela Merkel führte diesen Satz in ihrer gestrigen Regierungserklärung Afghanistan. Wer es sich anschauen möchte wird hier fündig, es ist die Regierungserklärung der Bundeskanzlerin Merkel am gestrigen 22. April. Die Rede ist nicht nur lückenhaft, sie gibt nicht die Realität wider, die Realität derer die Betroffene sind, seien es die Soldaten, die Menschen in Afgahanistan und auch das deutsche Volk (jenes Volk das Despoten zu seinen Wächtern bestellt hat).

Rio, sang wohl bewusst in seinem Titel Krieg (1991) „Der Krieg, er ist nicht tot, der Krieg. Der Krieg, er ist nicht tot, er schläft nur. Er liegt dort unterm *Apfelbaum und schläft nur, schläft nur. Der Krieg er ist nicht tot der Krieg.“ als hätte er es nicht geahnt sondern genau gewusst.

Auf jeden Fall haben die anschliessenden Reden Gregor Gysi der Partei die Linken

und von Jürgen Trittin (übrigens Göttinger Bürger) der Partei Bündnis90/Die Grünen

gezeigt das nicht Alle die Fakten entstellt wieder geben.

Gregor Gysi sagte (u.A.): „[…]wenn das der Massstab wird, dann müssten wir doch wohl in Uganda einmarschieren, wegen der Kindersoldaten; in Bangladesh wegen der Säureatentate auf junge Frauen; in Kenia wegen der Genitalverstümmelung von Mädchen; im Iran wegen Hinrichtung von Oppsitionellen; In Saudi-Arabien wegen der Verweigerung demokratischer Rechte, insbesondere an Frauen; und in vielen anderen Ländern; das kann doch nicht ihr Ernst sein, die Begründung sticht überhaupt nicht; niemand will dort einmarschieren und das ist keine Begründung für Krieg in Afghanistan[…]“

Merkel beim smsen, während sie Gysis Worte ignoriert (Min. 7:39)

Jürgen Trittin richtet seine Worte persönlich an Merkel, im folgenden (u.A.): „[…]Sie sind nicht für Transparenz und Wahrhaftigkeit, sie haben uns am 8. September hier obwohl sie es besser wussten nichts über die zivilen Opfer von Kundus gesagt; ihre Fraktion ist nicht länger gewillt das was dort dort passiert ist aufzuarbeiten, sie möchten den Deckel der Akten zumachen; von einer lückenlosen Aufklärung kann nicht die Rede sein. Und manchmal sagen sie als Bundesregierung schlicht und ergreifend die Unwahrheit[…]“

Merkel geht tief, während sie Trittins Worte empfängt (Min. 6:26)

Mir fällt nicht mehr ein. Ausser das Sternchen * was ich oben bei Rio Reisers Text, dem Apfelbaum setzte:

Hoimar von Ditfurth schrieb in meiner Jugendzeit ein Buch mit dem Titel So laßt uns denn ein Apfelbäumchen pflanzen – Es ist soweit.

Martin Luther soll gesagt haben: Wenn ich wüsste das morgen die Welt untergeht würde ich noch heute ein Apfelbäumchen pflanzen.

Die Entscheidung liegt nun bei mir, wie tapfer ich bin: Zu entscheiden, Apfelbaumpflanzer oder aber auch ganz und gar etwas anderes zu werden. So oder so, Mut dazu ist erforderlich. Eines ist sicher, die Zeit zum beten ist noch nicht gekommen.

-Uli

P.S.: Ein Scheisdreck wird gut!

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3 thoughts on “Tapferkeit ist ohne Verletzbarkeit nicht denkbar

  1. Ja, Du hast Recht. Alle haben uns belogen und belügen uns immer noch. Auch ein Herr Trittin hat den Krieg mit zu verantworten, saßen doch seine Grünen mit am Kabinettstisch. Es gibt nur eine Alternative: Raus aus Afghanistan. Aber, und auch da hast Du recht, auch dann wird hier noch lange nichts gut. Leider.

  2. Pingback: uli-e » “Ich frage euch: Wollt ihr den totalen Krieg?

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